Der Schock sitzt tief in der oststeirischen Mittelschule. Wie die "Kronen Zeitung" berichtet, soll ein 15-jähriger Schüler mit Migrationshintergrund, der sich gemobbt gefühlt haben dürfte, Pläne für einen Amoklauf Anfang Juni geschmiedet haben.
Der Bursche hatte offenbar sogar eine "Todesliste" erstellt, auf der mehrere Schüler und zwei Lehrer namentlich aufgeführt waren. "Um acht Uhr geht die Schießerei los", stand darüber. Doch seine Aktion flog auf – Mitschüler alarmierten die Schulleitung, diese kontaktierte umgehend die Polizei.
Während der Befragung zeigte sich der Jugendliche reumütig. "Der Konsequenzen sei er sich nicht bewusst gewesen, die Tat durchzuführen, habe er nie vorgehabt", so Polizeisprecher Fritz Grundnig zur "Krone". Eine freiwillige Durchsuchung scheint seine Aussage zu bestätigen. Die Beamten konnten keine Waffen bei ihm finden.
Trotzdem wurde der 15-Jährige nun vom Unterricht suspendiert, die Ermittlungen fortgesetzt. Die betroffenen Schüler erhalten derweil psychologische Betreuung, um das traumatische Erlebnis aufzuarbeiten.