Um 90.000 Euro bestellt, nicht bezahlt – 10 Monate Haft

Der 30-Jährige musste sich wegen schweren Betrugs in Wels verantworten.
Der 30-Jährige musste sich wegen schweren Betrugs in Wels verantworten.Matthias Lauber
Ein Mann, der Waren um 90.000 Euro bei Amazon nicht bezahlt hat, ist wegen schweren Betrugs verurteilt worden. Er fasste eine bedingte Haftstrafe aus.

Laut Anklage soll der 30-Jährige einen Einbruch vorgetäuscht haben: Demnach seien vier Bekannte in einen Nebenraum seiner Werkstatt im Bezirk Grieskirchen eingestiegen und hätten die Waren mitgenommen.

Ein 26-jähriger Mitbeschuldigter wiederum, gegen den gesondert verhandelt wird, soll die Dinge dann in einem Keller versteckt haben.

Der 30-Jährige – er ist Vater von zwei Kindern – bestritt den Betrug. Es gebe sogar Zeugen für den Einbruch. "Die haben aber Angst vor gewissen Leuten, die mit den vier Bekannten in Kontakt sind. Deshalb sagen sie nicht die Wahrheit bei den Einvernahmen", so der Angeklagte.

Die Staatsanwaltschaft warf ihm auch Hehlerei und Drogenhandel vor. Polizisten hatten in seinem Auto große Mengen Cannabis und etwas Kokain gefunden. Der Mann will alles nur zum Eigengebrauch besessen haben.

4.000 Euro Geldstrafe

Am Freitag wurde er am Landesgericht Wels zu einer unbedingten Geldstrafe von rund 4.000 Euro und zu einer bedingten Haftstrafe von zehn Monaten verurteilt. Der Schuldspruch ist bereits rechtskräftig.

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