Umfahrung Königstetten: Demonstration vor Bauverhand...

Bild: Grüne Muckendorf-Wipfing

Zu einem ersten Showdown im seit Jahren schwelenden Streit um eine Ortsumfahrung von Königstetten (Bezirk Tulln) kam es Donnerstagfrüh: Rund 30 Demonstranten versammelten sich vor der Bauverhandlung des umstrittenen Projekts und machten ihrem Ärger Luft.

Die Kritik am 3,5 Kilometer langen, sechs Millionen Euro teuren Projekt einer Umfahrung von Königstetten geht weit über Partei-, aber auch Ortsgrenzen hinaus. Seit Jahren werden immer wieder Unterschriften gesammelt, um die neue Straße zu verhindern, immer wieder wird das Projekt umgeplant. 

Donnerstag fand schließlich eine erste Bauverhandlung des Landes NÖ statt. Und wie nicht anders zu erwarten machten Anrainer, Bürger, Eltern, Bauern (sie sollen Teile ihrer Gründe für den Bau abgeben) aber auch Politiker der Grünen, SPÖ und FPÖ aus den Gemeinden St. Andrä-Wördern, Langenlebarn, Königstetten und Muckendorf-Wipfing ihrem Ärger Luft und demonstrierten gegen das Bauvorhaben.

Bezirkssprecherin der Grünen, Ulli Fischer: "Die Straße soll durch Europaschutzgebiet verlaufen, vom Naturschutz war aber niemand zur Verhandlung geladen. Hier sollte man erst eine Meinung einholen, immerhin leben in den Windschutzgürteln zahlreiche Tiere."

Kritik hagelte es außerdem zur Informationspolitik. "Die Landwirte, die Teile ihrer Gründe abgeben sollen, können eigentlich Stellungnahmen abgeben. Informiert wurden sie darüber aber nicht", schildert Fischer. 

8.500 Autos fahren derzeit täglich durch das betroffene Gebiet. 2025 sollen es 10.000 am Tag sein. "Man sollte lieber in die Öffi-Anbindung und bessere Bus-Taktungen investieren", meint die grüne Bezirkssprecherin.

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