Umfragen-Schlappe für Koalition, SPÖ auf Vormarsch

Die Beliebtheitswerte der Bundesregierung – im Bild v.l.: Finanzminister Magnus Brunner, Vizekanzler Werner Kogler, Bundeskanzler Karl Nehammer und Gesundheitsminister Johannes Rauch – waren auch schon einmal höher.
Die Beliebtheitswerte der Bundesregierung – im Bild v.l.: Finanzminister Magnus Brunner, Vizekanzler Werner Kogler, Bundeskanzler Karl Nehammer und Gesundheitsminister Johannes Rauch – waren auch schon einmal höher.TOBIAS STEINMAURER / APA / picturedesk.com
Angesichts der enormen Teuerungswelle und der Unsicherheit auf dem Energiesektor sinkt das Vertrauen in die Bundesregierung deutlich.

Die Zufriedenheit der Bevölkerung mit der aktuellen Regierungskoalition scheint immer weiter zu schwinden. Wie das Nachrichtenmagazin "Profil" in seiner Monatsumfrage zeigt, hat die Koalition mittlerweile nur noch weniger als ein Drittel der Bevölkerung hinter sich. Nutznießer wäre demnach aktuell die SPÖ. Die Sozialdemokraten bauen in der "Sonntagsfrage" ihren Vorsprung aus und liegen mit 29 Prozent (+2 im Vergleich zum Juni) nun deutliche vor der ÖVP (22 Prozent/ +/- 0).

An dritter Stelle im "Profil"-Ranking: Die FPÖ, die sich um einen Prozentpunkt auf 21 Prozent verbessert. Dahinter folgen die NEOS mit 11Prozent (+1) und die Grünen mit 10 Prozent (-2). Die Impfgegner-Partei MFG kommt nur mehr auf 4 Prozent (-2).

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Kanzlerfrage ausgeglichen

In der fiktiven Kanzlerfrage hält ÖVP-Amtsinhaber Karl Nehammer bei 18 Prozent (+/-0), gefolgt von SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner – auch sie verliert im Vergleich zu früheren Umfragen an Zuspruch. Die Sozialdemokratin liegt bei 16 Prozent (-2). Ebenfalls verloren an Zuspruch in der "Profil"-Umfrage verloren hat FPÖ-Obmann Herbert Kickl – er kommt nunmehr auf 13 Prozent (-1). NEOS-Frontfrau Beate Meinl-Reisinger und Grünen-Chef Werner Kogler kommen auf jeweils 6 Prozent.

Die Umfrage, die vom Meinungsforschungsinstitut Unique Research für das aktuelle Nachrichtenmagazin durchgeführt wurde, verdeutlicht die Wechselstimmung: Immer wieder erhob Unique Research in den vergangenen acht Monaten, wie die Bevölkerung zu Neuwahlen steht – erstmals ist nun eine relative Mehrheit von 46 Prozent dafür, 40 Prozent sind dagegen.

Nur jeder 5. hält Teuerungsmaßnahmen für ausreichend

72 Prozent der Befragten sind zudem der Meinung, dass die Regierung nicht genug tut, um Österreich auf die steigenden Energiepreise und eine mögliche Gasknappheit vorzubereiten. Nur 20 Prozent halten die Initiativen von Türkis-Grün für ausreichend.

An der repräsentativen Umfrage nahmen 800 Personen teil, laut "Profil" kam methodisch eine Kombination aus Online- und Telefonbefragung zum Einsatz. Die Schwankungsbreite beträgt +/- 3,5 Prozent.

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