"Wollen unsere Wohnungen zu Moscheen machen"

Der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft spricht über den Ramadan in Zeiten von Corona und unter welchen Voraussetzungen er die Moscheen wieder öffnen möchte.

Am 23. April beginnt auch für Österreichs Muslime der Fastenmonat Ramadan. Er fällt also genau in das Verbot gemeinschaftlicher Gebete. Gläubige müssen schon jetzt die Freitagsgebete zuhause abhalten statt in der Moschee. Im Ramadan gäbe es jeden Abend gemeinschaftliche Gebete, doch auch diese fallen heuer ins Wasser.

"Das Beste herausholen"

Ümit Vural, Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, sprach im Interview mit "Wien Heute" am Sonntag über die Lage der Muslime in der Corona-Krise.

"Wir müssen versuchen, das Beste herauszuholen", so Vural. Moscheen seien zu ihrer Finanzierung auf Spenden angewiesen, doch der Großteil falle durch die geschlossenen Gotteshäuser nun weg. "Diese Krise ist ein Anlass, über einen Moscheenbeitrag nachzudenken", sagte der Präsident in Anlehnung an ein eigenes Pendant zum Kirchenbeitrag. Die Höhe der Beiträge müsste man sich im Detail anschauen.

Unter diesen Bedingungen öffnen Moscheen wieder

Der Ramadan sei mit den Moscheen verbunden und es sei schmerzlich, das Fest nicht wie gewohnt feiern zu können. "Wir sind fest davon überzeugt, unsere Wohnungen zu Moscheen machen zu wollen", so Vural. Viele Gemeinden hätten Online-Aktivitäten geplant.

Er wolle die Gesundheit der Gläubigen nicht gefährden und die 350 Moscheen in Österreich erst öffnen, wenn genug Sicherheitsmaßnahmen getroffen seien. Dazu gehöre, dass jeder Gläubige einen eigenen Teppich mitbringen muss sowie mit Maske und Abstand betet.

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