Wer einen Blick auf den Backofen wirft, sieht neben der Temperatureinstellung zahlreiche Symbole. Das kleine Ventilator-Zeichen sorgt dabei besonders oft für Verwirrung, denn es steht nicht immer für das, was viele glauben.
Das Problem: Umluft und Heißluft sehen auf den ersten Blick fast gleich aus. Beide zeigen einen Ventilator. Doch wer genau hinschaut, erkennt den Unterschied.
Wie CHIP berichtet, ist bei Heißluft der Ventilator von einem Kreis umgeben. Dieser Kreis stellt einen Ringheizkörper dar. Bei Umluft fehlt dieser Ring - hier verteilt der Ventilator lediglich die Wärme von Ober- und Unterhitze.
Bei Umluft erzeugt der Backofen Wärme über Ober- und Unterhitze. Ein Ventilator verteilt diese Luft im Garraum gleichmäßig. Das eignet sich besonders für Braten, Gemüse vom Blech oder wenn du zwei Bleche gleichzeitig nutzen möchtest.
Heißluft funktioniert anders: Die Luft wird direkt am Ringheizkörper erwärmt und dann verteilt. Das sorgt für eine intensivere, gleichmäßigere Hitze. Ein großer Vorteil: Du kannst auf das Vorheizen verzichten und sparst so Energie und Zeit.
Allerdings ist Heißluft nicht immer die beste Wahl. Empfindliche Teige wie Biskuit oder luftige Rührkuchen können durch die kräftige Luftbewegung schneller austrocknen. Für solche Backwaren ist Umluft oder klassische Ober-/Unterhitze schonender.
Übrigens: Mit Umluft kannst du die Temperatur um etwa 20 Grad niedriger einstellen als bei Ober-/Unterhitze. Das entlastet den Stromzähler und verkürzt oft auch die Garzeit.