Giftalarm in Shoppingcenter

Unbekannte Substanz verletzt 20 Menschen in Tokio

In einem Tokioter Einkaufszentrum wurden nach dem Versprühen einer unbekannten Substanz etwa 20 Menschen leicht verletzt. Ermittlungen laufen.
Newsdesk Heute
25.05.2026, 09:17
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In Tokio hat ein Mann eine unbekannte Substanz in einem Einkaufszentrum versprüht und dabei rund 20 Menschen verletzt. Laut Polizei sprühte der Mann die Substanz am Montag auf einen Bankomaten im Erdgeschoß des Gebäudes mitten in der japanischen Hauptstadt. Wegen des auffälligen "Geruchs" der Substanz wurde die Feuerwehr gerufen, wie ein Sprecher erklärte. Die Einsatzkräfte kümmerten sich um etwa 20 Verletzte.

Die Straße vor dem Einkaufszentrum im noblen Einkaufs- und Vergnügungsviertel Ginza wurde nach dem Vorfall abgesperrt, vor dem Gebäude standen mehrere Feuerwehrautos. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachtete, wie zwei Personen auf Tragen in Rettungswagen gebracht wurden. Einsatzkräfte in Schutzanzügen holten außerdem Menschen aus dem Gebäude, um sie in Spezialfahrzeugen zu untersuchen.

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Laut dem japanischen Rundfunksender NHK dürfte es sich bei den Verletzten nur um Leichtverletzte handeln. Eine 70-jährige Frau, die sich im Einkaufszentrum aufgehalten hatte, schilderte dem Sender: Ihr Hals habe begonnen zu "brennen und weh zu tun", als sie sich dem Bankomaten genähert habe. In unmittelbarer Nähe habe sich ihr Hals dann "kratzig" und "fast wie betäubt" angefühlt. Die Polizei hat laut Feuerwehr am Einsatzort mit den Ermittlungen begonnen.

Gewalttaten sind in Japan eher selten. Die Mordrate ist niedrig, das Waffenrecht streng. Trotzdem kommt es hin und wieder zu Angriffen mit Messern oder Schusswaffen. Im Dezember des Vorjahres wurden bei einer Messerattacke in einer japanischen Fabrik 14 Menschen verletzt, auch dort hatte der Täter eine Flüssigkeit versprüht.

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