Nach seinem Achtelfinal-Aus beim ATP-Turnier von Monte-Carlo hat Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev seinen russischen Gegner Daniil Medwedew als einen "der unfairsten Spieler der Welt" bezeichnet. "Ich nehme Fairness und Sportsmanship sehr, sehr ernst. Davon hat er leider nichts", sagte Zverev nach der bitteren 6:3-5:7-6:7-(7:9)-Niederlage nach über drei Stunden.
Am Donnerstagabend schlug Zverev vor den Augen seiner Freundin Sophia Thomalla zweimal zum Matchgewinn auf: Jeweils bei 5:4 im zweiten und dritten Satz. Doch Medwedew wehrte im entscheidenden Tiebreak zwei Matchbälle ab und zog ins Viertelfinale ein.
Auch mit teils unfairen Mitteln: So entfernte der Russe beim Stand von 5:4 für Zverev im zweiten Satz beim Gang zu seiner Bank den Netzpfosten und legte ihn auf den Platz, verwarnt wurde er dafür nicht.
"Er versucht, alles zu tun, wenn er hinten liegt. Darüber bin ich extrem enttäuscht als Sportler", sagte Zverev auch in Bezug auf diese Szene. Beim 4:3 im dritten Satz für Zverev nahm der Russe eine Toilettenpause, "wo es gar keine mehr gibt. Es gibt tausend Situationen, wo er das Gefühl hat, dass ich angefangen habe, besser zu spielen, und wo er jedes Mal versucht, etwas zu machen", sagte Zverev, der den einstigen US-Open-Sieger Medwedew aber auch als einen der besten Spieler der Welt bezeichnete.