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Verletzter TV-Star lag drei Tage hilflos im Dschungel

Ein Unfall bei einem Kurzausflug zu einem Wasserfall kostete einem britischen Schauspieler auf Koh Samui beinahe das Leben: Seine Rettung auf Video.
Heute Redaktion
13.09.2021, 23:46

Im Urlaubsparadies Koh Samui konnte ein britischer Schauspieler nach drei Tagen höllischer Schmerzen gerettet werden.

Der verunglückte britische TV-Star Paul Nicholls (38) wurde am vergangenen Donnerstag in einem Becken am Fuße des "Khun Si"-Wasserfalls auf der berühmten thailändischen Ferieninsel entdeckt.

Der 38-Jährige war drei Tage zuvor alleine zu der kurzen Wanderung in den Dschungel aufgebrochen. Beim Sightseeing im Bachbett oberhalb des Wasserfalls dürfte er ausgerutscht und gestürzt sein. Dabei brach er sich auf dem felsigen Untergrund ein Bein und zertrümmerte sich eine Kniescheibe.

Neben der Fraktur in seinem Bein, hatte sich der 38-Jährige bei seinem Sturz auch die Kniescheibe zerschmettert. Er konnte weder vor noch zurück und war während der tagelangen Tortur hilflos den Elementen ausgesetzt.

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Durch Zufall stießen Einheimische auf das an der Straße abgestellte Miet-Motorrad des Schauspielers, der mit richtigem Namen eigentlich Gerrard Paul Greenhalgh heißt.

Video: So sieht der Weg zum Wasserfall aus, gefilmt von deutschen Urlaubern im Sommer 2016

(Video: YouTube/Urlaub auf Samui und Bali).

Nach einer großangelegten Suchaktion durch die Polizei konnte der Verletzte nach tagelanger Qual endlich gerettet werden. Er wurde in einem halb-bewusstlosen Zustand vorgefunden, sein völlig unterkühlter Körper war zur Hälfte unter Wasser.

Brite will so schnell wie möglich heim

Nicholls hatte riesiges Glück, denn obwohl der "Khun Si"-Wasserfall zwar ausgeschildert ist, verirren sich eigentlich nur selten Touristen und Einheimische in die Gegend.

Er selbst konnte keine Hilfe mehr rufen: "Ich hatte ein Telefon bei mir, aber ich stürzte aus solche Höhe in das Wasser, dass ich es nicht erreichen konnte", schilderte der Gerettete der "Sun".

Nicholls wurde in das nächste Krankenhaus gebracht und hofft nun, dass er für eine bessere medizinische Behandlung bald nach Großbritannien ausgeflogen wird.

Bekannt ist Nicholls vor allem dem britischen Fernsehpublikum durch seine Rolle in der seit dem Jahr 1985 laufenden Seifenoper "EastEnders".

Wie bei "127 Hours"

Der Horror-Trip des Briten erinnert augenblicklich an das tragische Unglück des US-Bergsteigers Aron Ralston, der nach einem Felssturz für fünf Tage in einem engen Canyon eingeklemmt war – bis er sich seine eigene Hand amputierte.

Ralstons traumatischen Erlebnisse wurden 2010 im biographischen Hollywood-Streifen "127 Hours" mit James Franco in der Hauptrolle verfilmt:

(rcp)