Die Einsatzkräfte wurden am Montag zu einem schweren Verkehrsunfall auf die A73 zwischen den Anschlussstellen Forchheim-Süd und Forchheim-Nord gerufen. Während die Sanitäter die verletzten Personen aus dem Fahrzeug befreiten, zückten die beiden Fahrzeuginsassen ihre Handys und filmten die Rettungsaktion.
Zwei ungarischen Fahrzeuginsassen waren mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Autobahn unterwegs, als der Fahrer aufgrund eines langsameren Autos auf der linken Spur abbremsen musste. Dabei verlor der Mann die Kontrolle über den SUV und krachte mehrfach in die Mittel- und Außenleitplanke. Der Pkw schleuderte daraufhin rund 300 Meter über die Autobahn. Mit vier geplatzten Reifen kam das Fahrzeug schließlich auf dem Seitenstreifen zum Stehen.
Durch die Kollision wurde das Fahrzeug so stark beschädigt, dass die beiden Insassen in dem SUV eingeschlossen wurden. Mit schwerem Gerät befreiten die Rettungskräfte die beiden Personen. Während die Rettungskräfte mühselig das schwere Dach und die Heckklappe entfernten, zückten die verunfallten Personen ihre Handys und filmten das ganze Geschehen.
"So etwas ist mir in meiner Laufbahn seit über 20 Jahren Stadtbrandmeister noch nicht passiert", so Werner Horsch von der Feuerwehr Forchheim. Beide Personen wurden bei dem Unfall schwer verletzt und wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz um die Verletzten abzutransportieren.