Im Minutentakt rücken am Montag die niederösterreichischen Feuerwehren zu Fahrzeugbergungen im ganzen Bundesland aus. Wie schon am Wochenende verloren viele Autofahrer im Schnee die Kontrolle über ihre Fahrzeuge. Vor allem die Feuerwehren im Bezirk Neunkirchen stehen seit den Vormittagsstunden im Dauereinsatz.
Zwischen Maria Schutz und Gloggnitz kam ein ungarischer Lkw-Lenker auf der S6 mit seinem Schwerfahrzeug ins Schleuder und rammte die Mittelbetonleitwand. Betonteile der Mittelleitwand wurden durch den Unfall auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Mehrere Fahrzeuge konnten den Brocken nicht mehr rechtzeitig ausweichen und überfuhren diese.
Aus Sicherheitsgründen für die Lenker der beschädigten Fahrzeuge wurde daraufhin auch die Richtungsfahrbahn Semmering für den gesamten Verkehr gesperrt. Die alarmierte Feuerwehr barg den verunfallten Lkw mit zwei Seilwinden. Die beschädigten Fahrzeuge auf der Gegenfahrbahn wurden von Pannendiensten von der S6 gebracht. Die S6 war in beide Richtungen für rund 1,5 Stunden komplett gesperrt.
In Feistritz am Wechsel musste die Freiwillige Feuerwehr zu gleich drei Einsätzen ausrücken. Etwa zu einem Paketzusteller, welcher mit seinem Kleinbus in den Graben rutschte. Beim Eintreffen am Einsatzort stellte sich heraus, dass der Lenker mit komplett abgefahrenen Reifen die Bergstraße hochfahren wollte, und zudem keine Schneeketten an Board hatte.
Einem verunglückten Paketzusteller musste die Feuerwehr auch in Böheimkirchen (Bezirk St. Pölten-Land) helfen. Der Lenker war mit seinem Kleinbus von der Straße abgekommen und im Graben umgekippt.