Politik

Ungarn "neugierig" auf Rupprechters "Probleme"

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:30

Der ungarische Landwirtschaftsminister Sandor Fazekas ist bereit, seinen österreichischen Amtskollegen Andrä Rupprechter zu empfangen. In einer Aussendung des Ministeriums wird ohne Terminbestimmung betont, Rupprechter habe um dieses Treffen gebeten, um die Fragen österreichischer Bauern betreffend der Nutzung von Ackerfläche in Ungarn zu klären.

Fazekas sei nach eigener Aussage "neugierig" auf den Standpunkt des österreichischen Landwirtschaftsministers und dessen Probleme. Er persönlich sehe auf diesem Gebiet kein Problem bei den ungarisch-österreichischen Beziehungen. Das jüngst verabschiedete Bodengesetz sei für alle gleichsam gültig.

Mit diesem Gesetz sollen laut offizieller Meinung "alle nur möglichen Mittel zum Schutz des ungarischen Bodens gesichert werden". Die neue Regelung wurde notwendig, da am 30. April 2014 das beim EU-Beitritt Ungarns im Jahre 2004 vereinbarte Bodenmoratorium ausläuft, welches EU-Bürgern den Kauf von Ackerland verbietet.

Rupprechter (ÖVP) hatte in seinem dem Ö1-Morgenjournal vorliegenden Brief an seinen ungarischen Amtskollegen sein "Unverständnis" darüber ausgedrückt, dass von Ausländern legal erworbene Nutzungsrechte an ungarischen Agrarflächen ab 1. Mai 2014 ihre Gültigkeit verlieren sollen. Davon wären auch österreichische Bauern betroffen.

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