Ungarn: Parteiaustritt nach Sex-Skandal

Der Bürgemeister von Györ und einstige Vorsitzende des ungarischen Olympischen Komitees Zsolt Borkai trat aus Orbans Fidesz-Partei aus.
Der Bürgemeister von Györ und einstige Vorsitzende des ungarischen Olympischen Komitees Zsolt Borkai trat aus Orbans Fidesz-Partei aus.Bild: picturedesk.com

Ein Video des Bürgermeister von Györ bei einer Sex-Party mit Prostitutierten sorgten in Ungarn für einen Skandal. Nun tritt er aus Orbans FIDESZ-Partei aus.

Zsolt Borkai – ehemaliger Olympiasieger, Chef des ungarischen Olympischen Komitees und Bürgermeister von Györ – hat mit einem Skandal zu kämpfen. Kurz vor den Bürgermeisterwahlen in Györ tauchte ein Video auf, das Borkai bei einer Sexparty mit Prostitutierten zeigt.

Während seine Partei, die Fidesz von Premier Viktor Orban, ihm zunächst den Rücken stärkte und von einer "Privatangelegenheit" sprach, sank seine Wählergunst. Borkai ist inzwischen aus der FIDESZ-Partei ausgetreten.

Für Kritik sorgte allerdings die Entscheidung, dass Borkai trotz des Skandals als unabhängiger Bürgermeister weiterregieren will. "Borkai und FIDESZ spucken den Györern damit ins Gesicht", schrieb etwa das Onlineportal nyugat.hu.

Er wurde zwar als Bürgermeister der westungarischen Stadt wiedergewählt, allerdings mit einem hauchdünnen Vorsprung von 640 Stimmen. Die gegen Borkai angetretene gemeinsame Kandidatin der Opposition, Timea Glazer, forderte eine Neuauszählung der Stimmen, da 1.400 Stimmen bei der Wahl für ungültig erklärt worden waren.

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