Ungarn-Politiker mit Nazi-Vergleich gegen Vettel

Sebastian Vettel
Sebastian Vettelimago images/Laci Perenyi
Sebastian Vettel setzte beim Formel-1-Rennen in Ungarn ein Zeichen. Das passt einem Politiker nicht, er liefert einen empörenden Nazi-Vergleich.

Das umstrittene ungarische "Pädophilen-Gesetz" sorgt weltweit für Aufregung. Beim Formel-1-Gastspiel am Hungaroring protestierte Sebastian Vettel auf seine Weise. Mit einem Regenbogen-Shirt, dem Regenbogen am Helm und auf der Gesichtsmaske setzt er sich für die Rechte von Homosexuellen ein.

Vettel erntet dafür Lob, auch aus der Politik. Ungarns Oppositions-Politiker Attila Mesterhazy etwa spricht auf Facebook von einer "feinen, gebildeten, europäischen" Stellungnahme. Tamas Deutsch, Politiker der regierenden Fidesz-Partei, will das nicht gutheißen. Doch sein Konter ist mehr als fragwürdig und unpassend.

"Die Deutschen waren schon immer gut darin, politisch korrekte Symbolik gemäß den aktuellen Trends zu benützen", schreibt er zu einem Foto der Olympischen Spiele 1936 in Berlin, bei dem Fans auf der Tribüne den Hitler-Gruß zeigen. Dafür gibt es wiederum Kritik aus der ungarischen Opposition: "Wie kann man so tief sinken? Jetzt bezeichnet ihr einen Weltmeister als Nazi. Was für Monster sind aus den einstigen jungen Demokraten geworden" (Anm: Fidesz steht für "Bund junger Demokraten").

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
SportMotorsportFormel 1Sebastian VettelNationalsozialismusUngarnBudapest

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen