Ungewöhnlicher Konkurs: Moschee ist pleite

Kasse stellte gegen Moschee Konkursantrag.
Kasse stellte gegen Moschee Konkursantrag.Bild: Daniel Schaler

Wirbel um eine Moschee in Kematen an der Ybbs (Amstetten): Die NÖ Gebietskrankenkasse stellte einen Insolvenzantrag, am St. Pöltner Landesgericht wurde das Verfahren eröffnet.

Die Moschee in Kematen an der Ybbs (Amstetten) ist zahlungsunfähig. Über das Vermögen des Trägervereins, den Moscheen Errichtungs- und Erhaltungs- und Verwaltungsvereins Kematen, Heide, 14. Straße 2, 3331 Kematen, wurde am Landesgericht St. Pölten ein Konkursverfahren eröffnet.



Die Schuldnerin betreibt in einem ehemaligen Motel an der Ybbstalbundesstraße B 121 seit Jahren eine Moschee. Beim Betreiber gibt man sich hingegen überrascht: Über Schulden sei nichts bekannt.

„Die Pleite eines Gotteshauses ist tatsächlich ungewöhnlich und kommt nur sehr selten vor", sagt Stephan Mazal von der Creditreform. Da der Konkurs auf Antrag der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse eröffnet wurde, bestehen dort jedenfalls Rückstände in Form nicht bezahlter Sozialabgaben. Zu den Insolvenzursachen und zur Höhe der Schulden liegen noch keine Angaben vor.



Der Amstettner Masseverwalter Sebastian Feigl wird Licht in die Angelegenheit bringen und die Finanzgebarung des Vereins prüfen. Gläubiger können ihre Forderungen über Creditreform bis zum 26.02.2019 anmelden. Die 1. Gläubigerversammlung und die Berichts- und Prüfungstagsatzung finden am 12.03.2019 statt. (wes)

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