In einer Notaufnahme in Brisbane (Australien) ist es zu dramatischen Szenen gekommen. Ein aggressiver Patient attackierte einen Krankenpfleger – doch der hatte nicht mit dessen jahrelanger Jiu-Jitsu-Erfahrung gerechnet.
Die Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen den Vorfall, der sich bereits im Oktober 2024 vor dem Royal Brisbane and Women's Hospital ereignete. Krankenpfleger Daniel Nelson begleitete einen Mann gegen 2 Uhr nachts aus der Notaufnahme, nachdem dieser sich laut Nelson zuvor danebenbenommen hatte.
Der Patient soll auf den Boden gespuckt, Mitarbeiter beschimpft und sich aggressiv verhalten haben. Als er aus dem Gebäude gebracht wurde, drehte er plötzlich um, warf einen Gegenstand nach dem Pfleger und stürmte anschließend auf ihn los.
Der Mann schlug mehrfach auf Nelson ein. Doch der Krankenpfleger reagierte blitzschnell: Mit gezielten Jiu-Jitsu-Griffen brachte er den Angreifer zu Boden und fixierte ihn dort, bis der Sicherheitsdienst eintraf und die Situation übernahm.
Die Aufnahmen veröffentlichte Nelson später selbst auf Social Media. Das Video wurde bereits mehr als 1,3 Millionen Mal angesehen.
Mit einer Portion Humor kommentierte der Pfleger den Vorfall. Der Patient habe sich zunächst völlig danebenbenommen und sollte deshalb das Krankenhaus verlassen.
"Aus einem Geistesblitz heraus entschied er offenbar, dass er eine Umarmung wollte", schrieb Nelson scherzhaft. "Sagen wir einfach: Es lief nicht so, wie er es sich vorgestellt hatte."
Der Angreifer habe wohl nicht damit gerechnet, dass der Krankenpfleger seit mehr als zehn Jahren leidenschaftlich Jiu-Jitsu trainiere.
Trotz des glimpflichen Ausgangs machte Nelson deutlich, dass der Vorfall auch ganz anders hätte enden können. Nicht jeder Beschäftigte im Gesundheitswesen könne sich gegen körperliche Angriffe verteidigen.
"Pflegekräfte, Ärzte, Sanitäter und alle Beschäftigten im Gesundheitswesen sind da, um Menschen zu helfen – auch wenn sie betrunken sind oder schlechte Entscheidungen treffen", erklärte er.
Gewalt gegen medizinisches Personal dürfe niemals als Teil des Berufs akzeptiert werden. "Alkohol ist keine Entschuldigung", betonte der Pfleger und bedankte sich bei seinen Kollegen, die trotz solcher Erlebnisse täglich ihren Dienst leisten.