Österreich

Uni bastelt an realistischen Organen aus 3D-Drucker

Heute Redaktion
13.09.2021, 19:21

Ein ganz besonderes Forschungsprojekt startete jetzt an der Karl Landsteiner Privatuni Krems: Es soll realitätsnahe Gewebe- und Organmodelle für Ärzte-Trainings möglich machen.

Der 3D-Druck revolutioniert die Medizin. Mit Hilfe von gedruckten Organmodellen wird bereits trainiert, auch Operationssituationen können genau studiert werden, bevor das Skalpell am Patienten angesetzt wird.

Das Problem: Das Material gleicht nicht dem Gewebe des menschlichen Körpers, weshalb bei Ärzte-Trainings oftmals wichtige Spenderorgane verwendet werden müssen, die dann sterbenskranken Patienten nicht mehr zur Verfügung stehen.



"Realitätsnahe Materialeigenschaften"

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Das soll sich mit einem neuen Forschungsprojekt rund um Professor Dieter Pahr von der Karl Landsteiner Privatuniversität Krems schon bald ändern. "Die Herstellung von Organmodellen mit realitätsnahen Materialeigenschaften ist das Ziel", heißt es in einer Aussendung der Uni.

"Als Grundlage eines verbesserten 3D-Drucks für medizinische Modelle werden wir zunächst genau jene biomechanischen Eigenschaften identifizieren, die maßgeblichen Einfluss auf das gefühlte Gewebe- und Organverhalten haben", so Forschungsleiter Prof. Dieter Pahr.

Der Ablauf: "Umfangreiche Analysen von Material- und Organeigenschaften stehen am Beginn des Projekts. Die so gewonnenen Daten werden dann 'Rezepte' für 3D-Drucker liefern, die Materialeigenschaften 'on demand' produzieren können."

(nit)