Wirtschaft

Unicredit verscherbelt große Teile der Bank Austria

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:18

Die Bank Austria-Mutter Unicredit muss sparen. Deshalb sollen Teile der größten Bank Österreichs, der Bank Austria, an die Bawag und damit den Investmentfond-Riesen Cerberus veräußert werden. Andere Unternehmensteile sollen nach Mailand verlegt werden. Übrig bleibt in diesem Fall nur noch ein kleiner Rest.

 

Betroffen sein sollen das Geschäft mit Privatkunden und mit Klein- und Mittelbetrieben, wie "Ö3" und die "Wirtschaftswoche" vermelden. 

Italiener wollen 800 Millionen für BA

Gemunkelt wird, dass die Unicredit 800 Millionen Euro für die Anteile haben will. Das soll dem potentiellen Abnehmer Cerberus zu viel sein. 

Unicredit-Sparkurs: 10.000 Mitarbeiter müssen gehen

Der Unicredit-Konzern will sparen. Neben dem Verkauf der Bank Austria-Teile soll zum Beispiel auch die Ost-Europa-Zentrale der Bank Austria schon 2016 nach Mailand verlegt werden, um Kosten zu sparen. 10.000 Stellen wackeln im Unternehmen. Das sind rund sieben Prozent der gesamten Belegschaft. 150.000 Menschen arbeiten insgesamt für den Banken-Riesen. Die Folgen des Sparprogramms werden Angestellte in Italien, Österreich und Deutschland zu spüren bekommen. 

Österreichs größte Bank wird ein Zwerg

Wird all das umgesetzt, bleibt von der Bank Austria nur noch ein kleiner Rumpf übrig. Nur das Private Banking für Privatkunden mit viel Geld und das Corporate Investment Banking sollen bleiben, wie sie derzeit sind. 

Am 11. November sollen die Zahlen für das dritte Quartal präsentiert werden. Dann will man auch mit den genauen Plänen für die Zukunft an die Öffentlichkeit gehen. Die Vermutungen über die Inhalte reichen von massiven Einsparungen und weiterem Mitarbeiterabbau bis zu einer gesellschaftsrechtlichen Veränderung.

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