Politik

Uniform-Verbot vor Ulrichsberg-Treffen bekräftigt

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:16

Das Verteidigungsministerium hat das 2009 erlassene Verbot für Bundesheerangehörige, im Dienst am umstrittenen Ulrichsbergtreffen teilzunehmen, im Vorfeld der diesjährigen Veranstaltung bekräftigt. In einer generellen Weisung, die mit 13. September datiert ist, wird auch erneut darauf hingewiesen, dass Soldaten, die in ihrer Freizeit das Treffen besuchen, keine Uniform tragen dürfen.

Aufrecht bleibt auch das Verbot für das Bundesheer, für alle Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Ulrichsbergtreffen irgendwelche Unterstützungsleistungen zu erbringen. Bis 2008 stellte das Bundesheer logistische Unterstützung, etwa in Form eines Shuttle-Services, zur Verfügung und war mit Militärmusik und Ehrenposten bei der kontroversiellen Gedenkfeier für die Opfer der Weltkriege vertreten.

Im Sommer 2009 zog Minister Norbert Darabos (S) die Reißleine und erließ ein Verbot. Anlass waren damals Berichte, wonach der damalige geschäftsführende Obmann der Ulrichsberg-Gemeinschaft, Wolf Dieter Ressenig, NS-Devotionalien im Internet angeboten haben soll. In einer Weisung wurde das Verbot damals ausgesprochen, nun hat Generalleutnant Christian Segur-Cabanac diese Weisung erneuert.

Waffen-SS-Mitglied hält doch keine Rede

Das "Heimkehrertreffen" findet am Sonntag statt, im Vorfeld hatte es erneut Debatten über die Veranstaltung gegeben, nachdem der Obmann der Ulrichsberggemeinschaft, Hermann Kandussi, am Donnerstag das ehemalige Mitglied der Waffen-SS, Herbert Belschan von Mildenburg, als Festredner angekündigt hatte.

Nach heftiger öffentlicher Kritik wurde von Mildenburg wieder von der Rednerliste gestrichen. Man wolle keinen Wirbel, so die Begründung Kandussis. Nun sind drei Redner geplant, die jeweils zehn Minuten sprechen sollen, Politiker sind laut Veranstalter keine darunter.

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