0:1! United verliert am Dienstagabend das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Atletico Madrid im Old Trafford und scheidet aus. Cristiano Ronaldo und Co. enttäuschen im Frühjahr zum wiederholten Male.
Klub-Ikone Paul Scholes hat genug. In seiner Rolle als TV-Experte platzt dem ehemaligen Manchester-Spielmacher vor laufender Kamera der Kragen. Der Hauptschuldige ist für den Schotten schnell ausgemacht. Er schießt sich auf Interimstrainer Ralf Rangnick ein.
Scholes über das ehemalige Red-Bull-Mastermind: "Wie man sich für ihn als Trainer entscheiden konnte, ist mir nicht klar. Einen richtigen Trainer zu holen wäre für diesen Klub extrem wichtig."
Rangnick hat im November für den entlassenen Ole Gunnar Solskjaer übernommen. Offiziell bis Saisonende. Dann soll sich Rangnick in den Hintergrund zurückziehen, sich auf die Kaderplanung konzentrieren, ein dauerhafter Cheftrainer installiert werden. Die bisherigen Leistungen unter dem neuen Trainer Leitung lassen zu wünschen übrig. Rang fünf in der Premier League, nur acht Siege in 15 Auftritten – das ist für die Ansprüche des Rekordmeisters zu wenig. In der Königsklasse scheiterte er an Atletico, im FA Cup an Zweitligist Middlesbrough.
Scholes auf "BT Sports": "Was dieser Klub sofort braucht, um auch nur in die Nähe eines Ligatitels zurückzukommen, ist ein Coach, der für dieses Team passt. Hätte sie Diego Simeone betreut, wären sie heute weitergekommen." Sein hartes Urteil über den Deutschen: "Nicht einmal mit Mbappe oder Haaland würde United den Titel gewinnen."
Sein TV-Kollege und Uniteds ehemaliger Abwehrchef, Rio Ferdinand, fügt an, dass der Klub zudem kaum Führungsspieler in der Kabine hätte: "Das war der Unterschied. Atletico hat eine Gruppe verlässlicher Männer, die tun, was man ihnen aufträgt. Sie verstehen den Job."