Vor Kurzem wurden im St. Pöltner Universitätsklinikum die beiden bestehenden klinischen Abteilungen „Orthopädie und orthopädische Chirurgie“ sowie „Unfallchirurgie und Sporttraumatologie“ zu einer gemeinsamen großen Abteilung „Orthopädie und Traumatologie“ zusammengeführt.
Der Grund für die Zusammenlegung resultiert aus der Vereinigung der beiden Fachrichtungen „Orthopädie“ und „Unfallchirurgie“ zu einem neuen Fach für „Orthopädie & Traumatologie“. Bis 2027 sollen österreichweit alle Abteilungen mit den altbekannten Fachrichtungen zu den neuen Abteilungen zusammengeführt bzw. umgewandelt werden.
„Im Universitätsklinikum St. Pölten bleiben die Ressourcen und Kapazitäten beider Abteilungen unverändert erhalten, sodass weiterhin ein umfassendes Leistungsspektrum, sowohl im orthopädischen als auch unfallchirurgischen Fachbereich, angeboten werden kann. Mit der neuen Abteilung können die Patientinnen und Patienten auf spitzenmedizinische Leistungen auf höchstem Niveau vertrauen “, verspricht LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.
Die orthopädischen Schwerpunkte der Abteilung beinhalten sowohl die konservative als auch operative Behandlung degenerativer Gelenkserkrankungen aller Körperregionen, einschließlich der Wirbelsäule. Sämtliche moderne Verfahren in der Gelenksendoprothetik, computerunterstützte und minimal invasive Operationsverfahren sowie die komplette Revisionsendoprothetik werden angeboten. Ebenso stellen endoskopische Operationsverfahren aller großen Gelenke einen wesentlichen Schwerpunkt dar.
Das traumatologische Leistungsspektrum der Abteilung umfasst eine vollständige unfallchirurgische Versorgung, einschließlich der konservativen und operativen Behandlung aller Frakturen und Gelenksverletzungen (inkl. Becken- und Wirbelsäulenverletzungen), der arthroskopischen Gelenkschirurgie, rekonstruktiver Eingriffe (inkl. Behandlung von Knorpeldefekten) sowie der extrakorporalen Stoßwellenbehandlung bei verzögerter Knochenbruchheilung. Eine wesentliche Schwerpunktsetzung der Abteilung liegt in der Versorgung von schwerstverletzten PatientInnen („Polytrauma-Management“), insbesondere unter Berücksichtigung der Etablierung als überregionales Trauma-Zentrum in einem österreichweit geplanten Trauma-Netzwerk.