Österreich

Unmündige Behinderte vergewaltigt und gefilmt

Heute Redaktion
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(Symbolbild)
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Bild: Helmut Graf

Ein 59-Jähriger aus Mödling ist verdächtig, als Lenker für Beeinträchtigte eine heute 15 Jahre alte behinderte Jugendliche mehrfach missbraucht zu haben.

Dieser Fall schockt ganz Österreich: Ein 59-Jähriger aus dem Bezirk Mödling ist dringend verdächtig und größtenteils auch geständig, in den Jahren 2016 und 2017 im Industrieviertel als Lenker eines Mietwagens für den Transport von körperlich und geistig beeinträchtigten Menschen, ein damaliges unmündiges weibliches Opfer 20- bis 25-mal schwer sexuell missbraucht zu haben.

Das Opfer ist geistig und körperlich schwer beeinträchtigt, kann nicht sprechen und benötigt einen Rollstuhl. Die sexuellen Übergriffe durch den 59-Jährigen erfolgten im Mietwagen und in der Wohnung seiner damaligen Lebensgefährtin im Bezirk Bruck an der Leitha.

Der Beschuldigte fertigte von den Übergriffen Lichtbilder sowie Videos an und übermittelte diese an die 54-jährige Besitzerin des Mietwagenunternehmens aus dem Bezirk Wiener Neustadt. Die Fälle sind so abscheulich, dass die Polizei bittet, die Praktiken nicht zu präzisieren.

Schreiben an alle Eltern

Bei den von der Staatsanwaltschaft Korneuburg angeordneten Hausdurchsuchungen in den Wohnräumlichkeiten des 59-Jährigen bzw. bei der 54-Jährigen wurden elektronische Datenträger mit Darstellungen der sexuellen Übergriffe des 59-Jährigen sichergestellt.

Bei der ersten Befragung durch Bedienstete der Polizeiinspektion Perchtoldsdorf gab die 54-Jährige vorerst an, dass sie als Mietwagenbesitzerin von unbekannten Tätern mit kinderpornografischem Inhalt auf einem USB-Stick erpresst worden sei und bereits 13.000 Euro an unbekannte Täter bezahlt habe.

Die 54-Jährige verfasste nach Auffliegen des Falls auch ein Schreiben an alle Eltern der transportierten Personen, dass der 59-Jährige nun nicht mehr als Fahrer tätig sei und sie alles unternehmen werde, damit solche Vorfälle nicht mehr passieren würden.

Zu Vergewaltigungen angestiftet

Im Zuge einer weiteren Befragung gab sie letztlich zu, den 59-jährigen Beschuldigten angestiftet zu haben, die schweren sexuellen Missbräuche am beeinträchtigten Mädchen durchzuführen. Im Anschluss der Übergriffe ließ sie sich vom 59-Jährigen die Fotos bzw. Videos übermitteln. Die Erpressung wurde von ihr erfunden.

Beide Beschuldigten wurden über Anordnung der Staatsanwaltschaft Korneuburg in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert. Die Ermittlungen der Beamten der Polizeiinspektion Perchtoldsdorf sind noch nicht abgeschlossen, weitere Einvernahmen von möglichen Opfern sind bereits anberaumt. (red)