UNO-Mitarbeiter im Kongo von Rebellen geköpft

Bild: Reuters

Kongolesische Polizisten entdeckten die Leichen zweier UNO-Beobachter, die zuvor offenbar von Rebellen entführt worden waren. Eine der beiden wurde sogar enthauptet.

Der aus den USA stammende Michael Sharp und die Schwedin Zahida Catalan waren am 12. März in der Unruheprovinz Kasai-Central gekidnappt worden, wo sie für die UNO Recherchen etwa zu Waffenschmuggel machten.

Ein Regierungssprecher sagte, die Leiche der Frau sei enthauptet gewesen. Sharp und Catalan waren zusammen mit vier Kongolesen – einem Übersetzer und drei Motorradtaxifahrern – entführt worden.

Die Provinz Kasai-Central wird seit Mitte August von Kämpfen zwischen Rebellen und Sicherheitskräften erschüttert. Auslöser war die Tötung eines Dorfvorstehers bei einem Militäreinsatz. Die Gewalt dehnte sich auch in die benachbarten Provinzen aus. Am Montag warf die kongolesische Polizei den Rebellen ein "Massaker" an 39 Beamten vor.

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hat die Behörden des Landes zur Verfolgung der Täter aufgefordert. Er sagte, die Vereinten Nationen würden "alles in ihrer Macht Stehende tun", damit die Täter zur Rechenschaft gezogen werden könnten.

Längste UNO-Mission

Die zwei ermordeten UNO-Experten gehörten einer Mission an, die auf der Grundlage einer UNO-Resolution aus dem Jahr 2004 jedes Jahr einen Bericht über die Lage in der Demokratischen Republik Kongo anfertigt. Dabei geht es vor allem um Waffenschmuggel. Fast 19.000 Blauhelmsoldaten sollen im Rahmen der Monusco genannten Mission für Sicherheit in dem zentralafrikanischen Land sorgen. 

Der 1999 ins Leben gerufene UNO-Einsatz in der Demokratischen Republik Kongo ist die am längsten andauernde und teuerste Friedensmission der Vereinten Nationen. Der UNO-Sicherheitsrat will am Mittwoch über die Verlängerung des Mandats der UNO-Stabilisierungsmission Monusco abstimmen.

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