Ein Untersuchungsbericht der Vereinten Nationen beschreibt, wie die syrische Luftwaffe Chlorgas eingesetzt hat. Es ist bereits der dritte Fall, der dem Regime von Baschar Assad angelastet wird.
Bei einem Angriff auf die Ortschaft Kmenas nahe der Stadt Idlib im März 2015 hatte das syrische Militär Fassbomben gefüllt mit Chlorgas abgeworfen, berichtet die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) nach monatelanger Untersuchungen. Es werden sogar die beteiligten Luftwaffeneinheiten namentlich genannt, wenn auch die Verantwortlichen dafür nicht ermittelt werden konnten.
Laut einem früheren UN-Bericht haben die syrischem Streitkräfte bereits im April 2014 in Talmenes und im März 2015 in Sarmin Chlorgas gegen Rebellen eingesetzt. Chlorgas verwandelt sich in der Lunge zu Salzsäure und führt so zu Verätzungen - und in weiterer Folge zum Tod durch Ersticken.
Unterdessen hält die von Russland ausgerufene Feuerpause in Aleppo nun bereits den dritten Tag hintereinander an - ursprünglich war bloß eine elfstündige Waffenruhe vorgesehen gewesen.