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UNO verurteilt "ethnische Säuberung" in Myanmar

Die UNO hat die Armeeangriffe auf die muslimische Minderheit der Rohingya in Myanmar als "ethnische Säuberung" kritisiert.

Heute Redaktion
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Zehntausende Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya sind in den vergangenen Wochen über die Grenze ins benachbarte Bangladesch geflüchtet. Nach Angriffen von muslimischen Rebellen auf Sicherheitskräfte hatten diese ihrerseits mit Gewalt reagiert.

Beobachter sprechen von mehreren Tausend Todesopfer. Zahlreiche Dörfer seien angezündet und die Bewohner vertrieben worden.

Da die Regierung in Myanmar Menschenrechtsbeobachtern den Zugang verweigere, sei kein umfassendes Bild der Lage möglich, sagte UNO-Menschenrechtskommissar Seid Raad al-Hussein heute vor dem UNO-Menschenrechtsrat in Genf. Allen Erkenntnissen nach sei die Situation aber ein "Musterbeispiel für ethnische Säuberung".

(red)

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