Welt

Unser Nachbar hebt jetzt Maskenpflicht im Freien auf

In Innenräumen und bei größeren Menschenansammlungen gilt das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes in Italien weiterhin.
20 Minuten
10.02.2022, 08:08

In Italien wird die allgemeine Maskenpflicht im Freien am Freitag aufgehoben. Eine entsprechende Verordnung verkündete Gesundheitsminister Roberto Speranza am Dienstagabend.

Allerdings müssten die Bürgerinnen und Bürger weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz dabeihaben und vor allem bei größeren Menschenansammlungen auch benutzen, hieß es. Im Innenbereich bleibe die Maskenpflicht mindestens bis 31. März bestehen – bis dahin läuft der Corona-Ausnahmezustand.

In Italien sanken die Infektionszahlen in den vergangenen Tagen deutlich. Am Dienstag wurden knapp 102.000 Neuinfektionen gezählt – erst vor drei Wochen waren es noch mehr als doppelt so viele gewesen.

Keine Maske in Spanien

Wegen sinkender Infektionszahlen und Hospitalisierungsraten hat auch in Spanien die Maskenpflicht im Freien geendet. Regierungssprecherin Isabel Rodríguez sagte am Dienstag, die Lockerung trete am Donnerstag in Kraft. Sie gelte auch für Schulkinder, die dann in den Pausen auf den Schulhöfen keine Masken mehr tragen müssten. In Innenräumen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und immer dann, wenn kein ausreichender Abstand zu den Mitmenschen möglich ist, bleibt die Maske aber Pflicht.

Die Maskenpflicht im Freien wurde in Spanien im vergangenen Dezember verhängt, als die Zahl der Corona-Infektionen angetrieben von der Omikron-Variante deutlich anstieg. Offizielle Daten des Gesundheitsministeriums zeigten, dass die Ausbreitung des Virus im November an Fahrt aufnahm und am 21. Jänner mit 3.418 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von zwei Wochen ihren Höhepunkt erreichte – ein Pandemie-Rekord. Seitdem verlangsamte sich die Ansteckung wieder, und die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 14 Tagen sank auf knapp unter 2.000.

Gleichzeitig müssen deutlich weniger Menschen als in den vorangegangenen Wellen wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt werden. Die Behörden führen die Entwicklung auf die hohe Impfquote von fast 81 Prozent der 47 Millionen Spanier zurück.

Mehr zum Thema
Jetzt E-Paper lesen