Unsere Firmen nützen das Internet schlecht

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"Wie SEO-fit sind Österreichs Unternehmen?", fragte "123Consulting" über 300 Teilnehmer einer Online-Umfrage. Fazit: "Search Engine Optimization" - zu Deutsch Suchmaschinenoptimierung - spielt zwar für mehr als 50 Prozent der Unternehmen eine bedeutende Rolle. Trotzdem wird das volle Potenzial nicht ausgeschöpft. Wichtige Bausteine der Suchmaschinenoptimierung werden vernachlässigt und kosten so neue Kundschaft und Umsatz.

- spielt zwar für mehr als 50 Prozent der Unternehmen eine bedeutende Rolle. Trotzdem wird das volle Potenzial nicht ausgeschöpft. Wichtige Bausteine der Suchmaschinenoptimierung werden vernachlässigt und kosten so neue Kundschaft und Umsatz.

"54 Prozent der Unternehmen betreiben SEO in ihrem Unternehmen. Allerdings beschäftigen nur knapp 60 Prozent einen speziell für SEO verantwortlichen Mitarbeiter. 52 Prozent arbeiten mit externen Agenturen. Die Praxis zeigt aber, dass SEO nur dann funktioniert, wenn es jemanden gibt, der das Thema dezidiert auf der Agenda hat und sich dafür verantwortlich fühlt", sagt "123Consulting"-Geschäftsführer Harald Grabner zur im Spätsommer erstellten und jetzt veröffentlichten Studie.

Großer Aufholbedarf

Grabner sieht im Suchmaschinenmarketing in Österreich großen Aufholbedarf. Mit Hilfe einer Agentur verfüge ein Unternehmen zumindest über wichtiges, spezifisches Knowhow, würde laufend über Updates und im Google-Ranking erstellte aktuelle Reports informiert werden. Diese wertvollen Informationen würden viele Firmen freiwillig nicht nützen.

"Es mangelt an Basics"

"Es mangelt oft an den Basics: 57 Prozent der SEO-betreibenden Unternehmen haben kein professionelles Linkbuilding, 55 Prozent arbeiten ohne Keyword-Matrix und ganze 20 Prozent wissen nicht einmal, welche die wichtigsten Suchbegriffe des Unternehmens sind", meint Grabner weiter. "SEO ist ein komplexes Verfahren, bei dem jede Maßnahme die andere beeinflusst. Diese Mängel kosten Österreichs Unternehmen neue Kundschaft und somit auch Geld."

Immerhin 68 Prozent der befragten gaben an, dass Social Sharing-Funktionen wie Facebook oder Twitter längst von ihrer Firma genutzt werden. Multimedia-Content in Form von Bildern oder Videos sind ebenfalls fixer Bestandteil der Websites und beeinflussen etwa die Google-Präsenz.

Zu wenig "mobile Versionen"

Genauso wichtig sind sogenannte "Onsite"-Faktoren, der technische Aufbau einer Website. Hier zeigt sich, dass 40 Prozent der befragten Unternehmen, die wichtigsten Faktoren gar nicht kennen. Auf 18 Prozent der angeblich suchmaschinenoptimierten Unternehmensseiten kommen erst gar keine SEO-aufbereiteten Texte zum Einsatz.

"Mobile first" setzt sich international seit mehreren Jahren konsequent durch. Nur Österreich hinkt auch hier hinten nach. Eine für mobile Endgeräte, Handys, Smartphones aufbereitete Seite spielt bei 40 Prozent der befragten SEO-Treibenden keine Rolle. Ohne mobile Versionen ist es mittlerweile aber nur mehr schwer möglich, in die Top-Positionen des Suchmaschinenrankings zu kommen.

Fehlendes SEO-Monitoring

Sträflich vernachlässigt wird auch das Monitoring: 69 Prozent verwenden kein professionelles Tool zum Messen der Google-Platzierung, knapp 40 Prozent kontrollieren die SEO-Kennzahlen überhaupt nicht.

Oftmals meinen Unternehmen "SEO-fit" zu sein, zeigen bei einem Blick auf die Details aber die erwähnten großen Schwächen. "Suchmaschinenoptimierung benötigt professionelle Strukturen und einen festen Platz in einem Unternehmen. SEO wird nicht von Zeit zu Zeit betrieben oder läuft nebenher im Online-Marketing mit, sondern ist ein laufender Prozess, der mit Sicherheit zu positiven Ergebnissen für das jeweilige Unternehmen führt", ist Grabner überzeugt.

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