Der Unterstrich neben der Minutenanzeige gibt an, ob eine Garnitur der V-Züge einfährt. Diese sind die neueren Wägen der Wiener Linien, die vor allem im vorderen und hinteren Bereich mehr Platz für Kinderwägen bzw. Rollstühle bieten und auch über Klapprampen verfügen, berichtet "wien.orf.at". Damit soll ein erleichterter Einstieg für Rollstuhlfahrer möglicht sein. Künftig kann mit dem Unterstrich auch ersichtlich gemacht werden, ob der einfahrende Zug klimatisiert ist.
"Ganz vorne und ganz hinten fährt bei diesen Zügen eine automatische Rampe aus, somit können wir vor allem Menschen mit Behinderungen, die einen schweren Rollstuhl haben und Schwierigkeit beim Einfahren haben, den Einstieg erleichtern", erklärt Hans-Jürgen Groß. Wie "Heute" berichtete, setzt sich Groß als Konzernbeauftragter von den Wiener Stadtwerken für eine größere Barrierefreiheit tätig ein.
Derzeit werden die Kennzeichnungen nur auf den Linien der U1 und U4 angezeigt. Laut Groß läuft bei diesen Linien gerade das Pilotprojekt (bis Ende 2021), der neue Unterstrich soll dann aber auch auf den Linien U2 und U3 angezeigt werden. Zudem planen die Wiener Linien die neue Kennzeichnung auch in der "Wien-Mobil"-App zu ergänzen. Wann es so weit ist, ist aber noch unklar: "Auch wenn es nur nach einem Strich ausschaut, rennt im Hintergrund viel, das beachtet werden muss", so Groß, der Barrierebeauftragte.