Unterstützung für Ein-Personen-Unternehmen

Bild: Sabine Hertel
Seit 10 Jahren unterstützt die Wirtschaftskammer die Einzelkämpfer unter den Unternehmern. Nur rund ein Fünftel kann die Angebote nicht nutzen.

Die Wiener Wirtschaftskammer (WKW) feiert 10 Jahre "Forum EPU". Dieses soll Ein-Personen-Unternehmen (EPU) mit Service- und Beratungsangeboten Unterstützen. Zusätzlich hat die (WKW) am Freitag Kasia Greco, selbst Ein-Personen-Unternehmerin, eine eigene EPU-Beauftragte bestellt. Sie soll eine "starke Stimme" für die EPUs sein.

Ein Fünftel hat nichts von den Angeboten

Rund 65.000 EPUs gibt es in Wien. Rund 10.500 davon sind 24-Stunden-Pflegerinnen (zumeist aus Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Slowakei). Diese haben nichts von kostenlosen Meetingräumen, Seminarangeboten und Vernetzungstreffen, betont Christoph Lipinski von "vidaflex" (eine Gewerkschaftsinitiative zur Verbesserung der Situation von Schein-Selbstständigen). Diese Pflegerinnen sind die größte Branche" innerhalb der EPUs und eine stark anwachsende dazu.

Hunde-Räume

Die Betreuerinnen aus dem Osten leben oftmals in "Hunde-Räumen" und "ohne WLAN", als "de-facto Gefangene" beschreibt Lipinski deren Lebensverhältnisse. Er hat, so sagt Lipinski, schon Extremfälle gesehen "wo die Betreuerin für das ganze Dorf die Wäsche gewaschen" oder "vormittags am Feld gearbeitet und Nachmittag die Oma betreut" haben.

Mitgliedschaft

Von der Mitgliedschaft in der Wirtschaftskammer haben sie, laut Lipinski. Weil sie "de-facto keine Mitsprache haben und nicht hingehen können", sagt Lipinski. Diese "untragbare Situation haben wir einem Husch-Pfusch-Gesetzt zur Legalisierung von Wolfgang Schüssels illegaler slowakischer Pflegerin zu verdanken", so Lipinski.

Anm.: Der Ehemalige ÖVP-Bundeskanzler (2000-2007) hatte eine Pflegerin für seine Schwiegermutter illegal beschäftigt.

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