Unwetter fegt übers Land – ÖBB müssen Strecken sperren

Schwere Unwetter haben Sonntagabend und in der Nacht auf Montag Österreich heimgesucht. Die Schäden sind enorm, zudem sind viele Strecken blockiert.

Das heftige Unwetter hat Sonntagabend und in der Nacht auf Montag vor allem Ober- und Niederösterreich schwer getroffen. Beginnend um 16:30 Uhr zog die Schlechtwetterfront über das Innviertel nach Oberösterreich herein und hat sich dann Richtung Nordosten verschärft. Die Unwetter hielten dann bis in die Nacht an und sorgten für massive Schäden. Hauptaufgabe waren diesmal neben Wasserschäden vor allem durch die starken Windböen umgestürzte Bäume auf Straßen und Stromleitungen, so das oberösterreichische Landes-Feuerwehrkommando.

Auch Autobahnen waren durch umgestürzte Bäume blockiert oder erschwert passierbar. "Alle Bezirke Oberösterreichs waren betroffen", so die Feuerwehr. Schwerpunkte waren die Bezirke Wels, Kirchdorf, Linz-Land, Linz und Freistadt. Insgesamt waren bis Redaktionsschluss 1.106 Unwettereinsätze zu verzeichnen. Dabei waren 245 Feuerwehren mit über 3.700 Mitgliedern zur Minimierung der Schäden eingesetzt. 

"In ihren Fahrzeugen unter umgestürzten Bäumen eingeschlossene Personen konnten mehrfach gerettet werden"

"Als besonders herausfordernd erwies sich, dass neben den Einsätzen mehrere Personenrettungen erforderlich wurden. In ihren Fahrzeugen unter umgestürzten Bäumen eingeschlossene Personen konnten mehrfach gerettet werden", so das Landesfeuerwehrkommando. Die angekündigte Unwetterfront zog später auch über Niederösterreich. Dort wurden ebenfalls zahlreiche umgestürzte Bäume und blockierte Straßen gemeldet, zum Teil zog auch großer Hagel eine Schneide der Verwüstung nach sich.

Dramatisch wird die Situation Montagfrüh auch für viele Pendler sein, denn die starken Unwetter zwangen die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) dazu, mehrere Strecken zu sperren. Bis Montag sollten voraussichtlich die Sperren Summerau - Freistadt, Mauthausen - St. Valentin sowie Gmünd - Vitis aufrecht bleiben. "Bitte rechnet auch mit Verspätungen im Fernverkehr zwischen St. Pölten und Linz!", hieß es von den ÖBB. Es wird gebeten, die aktuellen Entwicklungen im Auge zu behalten, große Verspätungen einzuplanen und die Streckeninformationen laufend zu prüfen.

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