Hagel-Unwetter flutet Gemeinden, Häuser unter Wasser

Starkregen flutete im unteren Mühlviertel zahlreiche Häuser.
Starkregen flutete im unteren Mühlviertel zahlreiche Häuser.fotokerschi.at / Kerschbaummayr
Heftige Unwetter haben schwere Schäden in Oberösterreich angerichtet. Zahlreiche Häuser wurden geflutet, Feuerwehren standen im Dauereinsatz.

Zu dramatischen Szenen kam es Montagnacht im unteren Mühlviertel. "Innerhalb kürzester Zeit waren 14, 15 Einsätze in den ersten zehn Minuten abzuarbeiten", schildert der Feuerwehr-Einsatzleiter Martin Purner gegenüber dem ORF.

Auf einem Video aus Gallneukirchen, Urfahr-Umgebung, ist eine Sturzflut zu sehen, die die Hauptstraße des Ortes völlig unter Wasser setzt. Das ohnmächtige Kommentar der filmenden Zeugin: "Oida".

Zahlreiche Bewohner wählten den Notruf, weil es das im Kanal aufgestaute Regenwasser aus Toiletten und Badewannen in ihre Wohnungen gedrückt hatte. "Ich habe gesehen, dass das Wasser in der Toilette im Keller rausschießt. Ich habe dann versucht, alles zuzudrücken. Aber dann kam das Wasser auch aus dem Spülbecken", erinnert sich ein Betroffener.

Ein Haus in der Gemeinde ist nach dem Gewitter einsturzgefährdet, es musste gesperrt werden: "Das Haus wurde gesperrt, weil sich die Decke durch das viele Wasser geneigt hat", so der dortige Einsatzleiter Martin Burner.

Auto schwamm in Garage auf

Ähnlich erging es auch dem benachbarten Engerwitzdorf. Kurz nach 22 Uhr setzte hier so starker Regen ein, wie er laut Feuerwehr in den letzten zehn Jahren hier nicht beobachtet wurde. Binnen weniger Minuten regnete es so viel, dass das Wasser von den Abwasserkanälen nicht mehr aufgenommen werden konnte und über die Oberfläche zahlreiche Gebäude, Garagen und Keller flutete.

In einigen Häusern stand das Wasser bis über einen halben Meter hoch. Bei einem Einfamilienhaus füllte sich eine leicht abschüssig angelegte Garage so weit, dass das Auto darin aufschwamm:

Auch das Innviertel, besonders der Bezirk Ried, wurde von den Gewittern schwer getroffen. Große Hagelkörner donnerten hier vom Himmel. In Reichersberg sollen die Eisbrocken laut Landesfeuerwehrkommando fünf bis sechs Zentimeter Durchmesser gehabt haben.

Insgesamt wurden in Oberösterreich in Zusammenhang mit den Unwettern 320 Feuerwehreinsätze gemeldet. Die Freiwilligen waren mit insgesamt 2.300 Kräften im Einsatz.

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