Heftige Regenfälle haben am Sonntag in Tirol mehrere Murenabgänge ausgelöst. In der Kundler Klamm waren neun Menschen vorübergehend in einem Gasthaus eingeschlossen. Laut Tirols Krisenmanager Elmar Rizzoli bestand für sie zu keiner Zeit Gefahr. Sechs Personen und ein Hund wurden von der Feuerwehr sicher über die Mure zum Parkplatz begleitet, die Wirtsleute blieben im Gasthaus.
Durch die Mure wurden die Garage und das Wohnhaus des Gasthauses beschädigt. Die Zufahrt sowie die Kundler Klamm bleiben bis auf Weiteres gesperrt.
Bei einer überfluteten Bahnunterführung blieb ein Fahrzeug stecken, die Insassen konnten sich unverletzt retten, der Bereich wurde von der Feuerwehr gesperrt.
Im Bezirk Kufstein rückten die Feuerwehren zwischen 18.00 und 19.30 Uhr zu rund 70 Einsätzen aus. Betroffen waren vor allem Kundl und Kirchbichl, die meisten Einsätze betrafen Wasserschäden in Gebäuden und Kellern. Bei Jenbach verschüttete eine Mure die Kasbachstraße, die nach Aufräumarbeiten am Abend wieder freigegeben werden konnte.
Auch im Bezirk Reutte ging eine Mure ab. Bei Boden wurde eine Landesstraße durch einen Erdrutsch verlegt. Feuerwehr und Straßenmeisterei standen am Abend im Einsatz.