Unwetter setzen Niederösterreich erneut übel zu

In der Nacht auf Donnerstag zogen erneut schwere Unwetter über Niederösterreich. 1.200 Feuerwehrleute standen im Einsatz. Viele Bewohner sind zum zweiten Mal binnen einer Woche betroffen und bereits der Verzweiflung nahe.

In der Nacht auf Donnerstag zogen erneut schwere Unwetter über Niederösterreich. 1.200 Feuerwehrleute standen im Einsatz. Viele Bewohner sind zum zweiten Mal binnen einer Woche betroffen und bereits der Verzweiflung nahe. Auch in Oberösterreich und Salzburg, sowie Teilen Tirols kam es zu schweren Verwüstungen ob der Unwetter.

In Niederösterreich waren schon wieder die Bezirke Melk und St. Pölten stark betroffen. Straßen, Garagen und Häuser standen bis zu eineinhalb Meter unter Wasser. Bäume wurden entwurzelt und beschädigten Strom- und Telefonleitungen. Viele Menschen sind bereits zum zweiten Mal mit schweren Schäden konfrontiert, das zehrt an den Nerven und Kräften. Laut Feuerwehrsprecher Franz Resperger weinten manche Anrufer am Telefon.

Im Bezirk St. Pölten gab es 86 Alarmierungen. Die Ortschaften Kasten, Böheimkirchen, Neulengbach, Pyhra-Markt, Michelbach und Kirchstetten waren besonders betroffen. In der Stadt St. Pölten war der Landhaustunnel wegen Überflutungen bis in die Morgenstunden gesperrt. In St. Pölten-Spratzern wurde eine Trafo überflutet, ein Stromausfall in der benachbarten Siedlung war die Folge.

Im Bezirk Melk war die Lage in Krummnußbaum, Pöchlarn, Golling, Matzleinsdorf und Yspertal besonders schlimm. Rund 500 Feuerwehrleute rückten aus. In Krummnußbaum wurden drei Straßenunterführungen überflutet. Ein Auto wurde in den Fluten eingeschlossen, der Lenker konnte sich befreien.

Aber auch in der Stadt Salzburg schüttete es 45 Liter pro Quadratmeter. In entluden sich die stärksten Gewitter vom Seengebiet über Teile des Hausruckviertels bis in den Zentralraum sowie im Mühlviertel. Schon am späten Nachmittag sorgte eine massive Gewitterzelle in der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck für Überflutungen.

 
Blitz-Rekorde

Insgesamt registrierte das Blitzmessnetz von UBIMET österreichweit mehr als 30.000 Entladungen. Mit rund 10.500 Entladungen blitzte es in Niederösterreich am häufigsten. „Auf Gemeindeebende gab es in der kleinen Weinviertler Gemeinde Falkenstein mit 14 Blitzen pro Quadratkilometer die meisten Entladungen, gefolgt vom oberösterreichischen Weibern mit 13 Blitzen pro Quadratkilometer“, sagt Ubimet-Meteorologe Lukas. Mit einer Stromstärke von 210.300 Ampere wurde der stärkste Blitz im Salzburger Rauris registriert. Keine einzige Blitzentladung gab es hingegen einmal mehr in Wien.

So geht´s weiter

Mit den Unwettern ist es vorerst zwar vorbei, bereits am Sonntag zeichnen sich aus heutiger Sicht aber wieder teils schwere Gewitter in weiten Landesteilen ab. Am längsten trocken und sonnig bleibt es nach Osten und Südosten zu, wo die Temperaturen auf bis zu 34 Grad steigen. Dazu ist es zum Teil drückend schwül.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen