- Sintflutartige Regenfälle: Etwa 200 Häuser in den Bezirken Mistelbach, Horn, Hollabrunn unter Wasser - 2000 Feuerwehrleute standen teils bis Sonntagabend im Einsatz, pumpten Keller aus und räumten Straßen
In Obritz und Hadres (Hollabrunn) herrschte auch Sonntagmittag noch Ausnahmezustand: 300 Feuerwehrleute versuchten, die Wassermassen in Kellern und Straßen in den Griff zu bekommen. Die Pulkau war infolge des heftigen Regens Samstagabend über die Ufer getreten, hat laut Feuerwehr 100 Häuser geflutet. Zuvor, bereits in der Nacht auf Samstag, hatte der Starkregen Zellerndorf (Hollabrunn) zum Katastrophengebiet gemacht: Binnen Minuten wurden hier 90 Häuser geflutet. Im benachbarten Bezirk Horn erwischte es die Gemeinde Mold besonders schlimm: 30 Häuser standen unter Wasser. Auch im Bezirk Mistelbach war die Feuerwehr im Großeinsatz. Insgesamt rückten landesweit 2050 Mann von 169 Feuerwehren aus. Am Sonntag bekamen sie Unterstützung von Landeshauptmann Erwin Pröll.
Dass das Wetter heuer besonders schlimm ist, wollen Meteorologen von der ZAMG so nicht bestätigen - Klimaforscher gehen aber davon aus, dass die globale Erwärmung auch lokale Folgen hat. Für die nächsten Tage gibt es aber wenigstens eine meteorologische Teilentwarnung: Das Wetter bleibt zwar wechselhaft, aber Starkregen sollte ausbleiben.Lisa Steiner