Besucher nach Unwetter in deutscher Höhle gefangen

Starke Regenfälle ließen das Wasser in der Falkensteiner Höhle rasant ansteigen. Zwei Männer waren rund 650 Meter unter der Erde gefangen.

Nach einem Wasseranstieg in einer Höhle bei Reutlingen im deutschen Baden-Württemberg wurden zwei Männer unter der Erde eingeschlossen. Ein Höhlenführer und ein Tourist seien während eines Unwetters von steigendem Wasser in der Falkensteiner Höhle bei Grabenstetten überrascht worden.

Dies sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP am Sonntagabend. Ihnen sei "der Rückweg abgeschnitten", hieß es weiter. Feuerwehr und Polizei seien mit einem Großaufgebot vor Ort.

Wegen der starken Strömung konnten die Taucher der Höhlenrettung erst im zweiten Anlauf zu den Eingeschlossenen in der sogenannten "Reutlinger Halle" vordringen, wie die "Welt" berichtet. Diese liegt etwa 650 Meter tief in der Höhle, hinter einem Siphon – einer Stelle die nach starken Regenfällen nicht ohne Tauchausrüstung überwunden werden kann.

Bergung erst am Montag

Den beiden gehe es "den Umständen entsprechend gut", sagte der Sprecher weiter. Beide seien unverletzt und es bestehe keine Lebensgefahr.

Der erste der beiden Eingeschlossenen konnte bereits in der Nacht auf Montag aus der Höhle gerettet werden. Nachdem die Strömung schwächer geworden war, konnte der Guide mit zwei Tauchern durch die Höhle tauchen. Wenige Stunden konnte auch der zweite Mann gerettet werden.

Ähnliche Situation vor 16 Jahren

Am 1. Juni 2003 waren vier unzureichend ausgerüstete Studenten in eine ähnliche Situation geraten. Sie hatten alle Warnungen in den Wind geschlagen – nach dem angekündigten Starkregen war ihnen ebenfalls der Rückweg aus der "Reutlinger Halle" versperrt. Auch sie mussten gerettet werden.

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(rcp/20 Minuten)

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