Wetter

Regen-Hammer trifft Österreich – ab wann es losgeht

Heftige Regenschauer und Hagel-Gewitter suchen am Mittwoch weite Teile Österreichs heim, auch Katastrophen-Gebiete sind betroffen. Es gibt Warnungen.
André Wilding
09.08.2023, 13:14
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Österreich muss sich in den kommenden Tagen auf unbeständiges Wetter einstellen. Am Mittwoch und anfangs auch noch am Donnerstag sorgt ein Ausläufer des Skandinavientiefs "Zacharias" für unbeständiges Wetter im Alpenraum. Nachfolgend baut sich aber über Westeuropa ein ausgeprägter Hochdruckkeil auf. Wegen der vorerst noch bestehenden Nordwestströmung bleiben die Temperaturen in Österreich zunächst verhalten.

Mit einer schwachen Front verläuft der Mittwoch mit Ausnahme des äußersten Westens verbreitet unbeständig und teils nass, vereinzelt sind im Tagesverlauf auch Gewitter zu erwarten", erklärt UBIMET-Experte Christoph Matella auf Nachfrage von "Heute". Die gute Nachricht: Unwettergefahr besteht keine! Aber: "Allerdings ziehen in den nächsten Stunden und besonders am Nachmittag auch in den vom Hochwasser zuletzt stark betroffenen Gebieten im Süden Schauer durch."

"Noch einmal Probleme"

Dabei seien laut dem Wetter-Experten auch wieder vereinzelt Gewitter möglich. "Großflächige Niederschläge sind nicht in Sicht, lokal kann es dadurch aber noch einmal Probleme geben", stellt der Meteorologe klar. Die größten Niederschlagsmengen sind laut Matella dabei in vom Kaisergebirge bis zum Salzkammergut zu erwarten. In diesen Gebieten sind bereits gelbe Regen-Vorwarnungen (25 bis 35 mm bis Donnerstagfrüh) aktiv.

"Besonders am Nachmittag stauen sich hier einige Schauer aus Nordwesten, in der Nacht werden diese dann seltener", sagt Matella zu "Heute". Auch in den Katastrophengebieten Kärnten bzw. Steiermark sind Gewitter und Regenschauer dabei nicht auszuschließen. "Großflächige oder starke Niederschläge sind nicht zu erwarten, lokal können Schauer und vereinzelt auch Gewitter aufgrund der heiklen Vorgeschichte aber noch einmal für Probleme sorgen."

Video zeigt, wie der Regen durch das Land zieht:

Wärmegewitter im Anmarsch

Doch was ist eigentlich der genaue Grund für das kühle und regnerische Wetter in Österreich? Matella: "Am Ende der letzten Woche überquerte uns die Kaltfront eines ausgeprägten Skandinavientiefs und in einer nordwestlichen Höhenströmung erreichten uns für die Jahreszeit deutlich zu kalte Luftmassen. Entlang der Front bildete sich zudem ein Italientief, welches für die großen Niederschlagsmengen sorgte."

Am Mittwoch ist eine weitere schwache Störung noch einmal für unbeständiges Wetter verantwortlich, ab Donnerstag nimmt laut dem UBIMET-Experten der Hochdruckeinfluss aber allmählich wieder zu und die Temperaturen steigen im Verlauf deutlich an. Bereits am Freitag kommt im Westen die 30-Grad-Marke in Reichweite, am Wochenende pendeln sich die Höchstwerte dann verbreitet um die 30-Grad-Marke ein.

"Bei viel Sonnenschein steht uns also ein freundliches und sommerliches Wochenende bevor, im Bergland (am Samstag im Westen, am Sonntag generell) sind an den Nachmittagen aber auch lokale Wärmegewitter zu erwarten", wagt der Meteorologe einen Ausblick auf das Wochenende.

Kommt wieder Schnee?

Und wie sieht es eigentlich mit Schnee aus? Immerhin sind in den vergangenen Tagen auf den Bergen bereits ein paar Flocken gefallen! "Schnee ist kein Thema mehr. In den letzten Tagen kamen zwar in den Nordalpen und besonders im Westen bis auf knapp unter 2000 Meter ein paar Zentimeter Neuschnee zusammen, das kommt aber auch im Sommer immer wieder mal vor", so Christoph Matella zu "Heute".

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