Am Mittwochabend zogen wieder einmal kräftige Unwetter durch das Land. In mehreren Bundesländern galt Warnstufe Rot. An Wien zogen die Wolken vorbei, doch in Niederösterreich kam es sogar zu Sturmschäden.
Gegen 18.30 wurde am Mittwoch in der Schloßgasse in Waidhofen/Thaya eine auf dem Dach eines vierstöckigen Mehrparteienwohnhauses montierte Dachluke aus der Verankerung gerissen und in die Tiefe geschleudert, wo sie zwei parkende Autos beschädigte. Es wurden keine Personen verletzt.
Die Freiwillige Feuerwehr Waidhofen/Thaya rückte mit einem schweren Rüstfahrzeug, Drehleiter, Versorgungsfahrzeug und zwölf Mitgliedern an, um das Loch im Dach mit einer Plane abzudecken und die Trümmer auf dem Boden zu beseitigen.
Chaos in Baden
Etwa eine Stunde später setzte plötzlicher Starkregen mit heftigen Sturmböen über Teile des Bezirkes Baden ein. Es dauerte nicht allzu lange, bis die ersten Schäden bei der Feuerwehr gemeldet wurden. Die Freiwillige Feuerwehr Klausen Leopoldsdorf rückte zu einem umgestürzten Baum über die Fahrbahn auf der Landestraße 127 Richtung Gruberau aus.
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Gegen 19.52 Uhr fiel ein Baum in Weissenbach an der Triesting über die Further Straße und blockiert diese komplett, es folgte kurz vor 20 Uhr ein umgestürzter Baum auf einem Privatgrundstück in Schönau an der Triesting. Zur selben Zeit schlug aufgrund des Starkregens mit Wassereintritt eine Brandmeldeanlage bei einem Kottingbrunner Gewerbebetrieb Alarm.
Fast in Minutentakt langen dann bei der Feuerwehralarmzentrale weitere Unwetterschäden aus den Ortschaften Bad Vöslau, Gainfarn und Kottingbrunn ein. Entweder hatte der Sturm lose Gegenstände mitgerissen oder größere Äste auf die Fahrbahnen und Gehsteige geschleudert, auch bildeten sich bei zwei Bächen in Ortschaften Verklausungen und die Wassermassen drohten überzulaufen.
Bis 21.30 Uhr standen in Baden sieben Freiwillige Feuerwehren insgesamt 23 Mal im Einsatz. Verletzt wurde niemand, die Höhe der Schäden sind noch nicht bekannt.
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(red)