Angeklagt ist der heute 18-Jährige wegen sexuellen Missbrauch einer wehrlosen Person und dem Imstichlassen einer Verletzen mit Todesfolge.
Die Tat soll bei einer Afterparty in Wien-Döbling passiert sein. Das Opfer (19) war wegen des Konsums von Suchtgift und anderen Substanzen in einem wehrlosen Zustand. Diesen Zustand soll der Angeklagte ausgenutzt haben, um mit ihr Sex zu haben. Am nächsten Tag gab die junge Frau kein Lebenszeichen mehr von sich. Daraufhin soll der Angeklagte sie im Stiegenhaus abgelegt haben.
Wie der "ORF Wien" berichtet, fanden Hausbewohner die junge Frau und alarmierten schließlich die Rettung. Für die 19-Jährige kam aber jede Hilfe zu spät.
Der Verteidiger des Angeklagten gibt an, dass sich sein Angeklagter an nichts erinnern könne. Außer ihm und der 19-Jährigen sei niemand mehr in der Wohnung gewesen. "Deshalb haben wir niemanden, der uns sagt, dass es nicht einvernehmlich gewesen sein könnte", so der Verteidiger laut "ORF Wien".
Begonnen hatte der Prozess schon Ende Juli. Der bisher unbescholtene Mann bestritt die Anklagepunkte. Damals sagten er sowie ein Polizeibeamter und mehrere Zeugen aus. Eigentlich war für den Prozesstermin am 8. August ursprünglich ein Urteil erwartet worden. Da sich zwei Zeugen offenbar aber gerade im Urlaub befinden, wurde der Prozess auf September vertagt.