Weil er im Zuge einer Liebesbeziehung mit einem 13 Jahre alten Mädchen mehrmals einvernehmlichen Sex hatte, ist am Dienstag im Wiener Straflandesgericht ein 19-jähriger Bursch wegen schweren sexuellen Missbrauchs verurteilt worden.
Der Jugendliche hatte seine Freundin auch geschwängert, weshalb in seinem Fall sogar ein Strafrahmen von bis zu 15 Jahren Haft zum Tragen kam. Der Schöffensenat (Vorsitz: Norbert Gerstberger) verhängte am Ende eineinhalb Jahre Haft, die dem Burschen bedingt nachgesehen wurden. Das Urteil ist rechtskräftig.
Über Facebook intensiviert
Die beiden kannten einander schon länger, als sie sich Anfang des Vorjahrs näher kamen. Über Facebook intensivierte sich die Freundschaft, ab März wurde daraus eine Beziehung.
Er habe erst während der Beziehung erfahren, dass seine Freundin 13 war, aber dennoch mit ihr geschlafen, "weil ich nichts gegen meine Gefühle machen kann". Er übernachtete auch öfters mit dem Wissen ihrer Mutter bei der 13-Jährigen, "weil sie ihn heiß geliebt hat", wie die Frau dazu im Nachhinein zu Protokoll gab. Der Mutter des Mädchens erzählten die zwei, der Bursch sei 17, weil sie befürchteten, diese könnte ansonsten Einwände haben und der Tochter den Umgang mit dem jungen Mann verbieten.
Trennung trotz Schwangerschaft
Im Mai ging die Beziehung wenige Tage vor dem 14. Geburtstag der Schülerin zu Ende. Das Mädchen war zu diesem Zeitpunkt schwanger. Gegen den Ex-Freund wurde im weiteren Verlauf Anzeige erstattet und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Als am 22. Dezember der kleine Jason zur Welt kam, zweifelte der 19-Jährige die Vaterschaft an, weil das Mädchen schon vor ihm intime Kontakte gehabt hätte.
Ein DNA-Gutachten hat mittlerweile allerdings eindeutig erwiesen, dass der Angeklagte der Vater des kleinen Buben ist. Er habe sein Kind noch nicht kennengelernt, erzählte der Jugendliche, der derzeit eine Lehrstelle sucht, dem Schöffensenat: "Sie blockt ab. Ich hoffe, dass ich das Kind jetzt sehen darf."