US-Armee nimmt ab 2018 Transgender auf

Trump hatte sich gegen das Vorhaben gestellt.
Trump hatte sich gegen das Vorhaben gestellt.Bild: Reuters
US-Präsident Trump muss sich geschlagen geben. Entgegen seinem Willen dürfen sich ab 2018 Transgender für das Militär bewerben.

In den USA dürfen sich ab Neujahr erstmals bekennende Transgender bei den US-Streitkräften bewerben. Dies gab ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag bekannt. Präsident Trump will den Streit um die Zulassung vorerst nicht vor das Oberste Gericht ziehen.

Aus Kreisen des Justizministeriums verlautete, die Trump-Regierung werde im seit Monaten anhaltenden Streit über eine Zulassung nicht das Oberste Gericht anrufen. Man wolle einen unabhängigen Bericht zum Thema abwarten, der in den kommenden Wochen veröffentlicht werden dürfte. Damit gilt der von Verteidigungsminister James Mattis gesetzte Stichtag 1. Jänner 2018 für die Annahme von Bewerbungen.

Frist verlängert

Trumps Vorgänger Barack Obama hatte ursprünglich die Zulassung ab dem 1. Juli 2017 angeordnet. Mattis verschob diese Frist um sechs Monate. Ende August ordnete Trump dann ein Verbot des Militärdienstes für Transgender an und begründete dies unter anderem mit hohen medizinischen Kosten. Richter in vier Bundesstaaten haben seitdem das Verbot durch einstweilige Verfügungen außer Kraft gesetzt, bis über die Klagen dagegen entschieden wurde. In der vergangenen Woche lehnten dann zwei Bundesberufungsgerichte Anträge der Regierung ab, das Verbot doch zu bestätigen. Ihr wäre damit nur noch die Möglichkeit geblieben, das Oberste Gericht anzurufen.

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