US-Bundesstaaten verklagen Facebook wegen App-Käufen

Nach Google nehmen die US-Regierung und zahlreiche Bundesstaaten nun auch Facebook für seine milliardenschweren App-Zukäufe ins Visier.

Die US-Kartellbehörde FTC und fast alle US-Bundesstaaten wollen die Marktmacht von Facebook mit Hilfe von Gerichten brechen. Das Online-Netzwerk gebe "Unmengen von Geld" aus, um kleinere Rivalen aufzukaufen, sagte die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James.

Das ist die zweite Klage gegen einen großen Internetkonzern binnen weniger Monate. Seit Oktober muss sich der Suchmaschinen-Betreiber Google wegen angeblichen Missbrauch seiner Marktmacht vor Gericht verantworten.

"Inklusive WhatsApp und Instagram"

Die Bundesstaaten wollen erreichen, dass die Übernahmen des Messenger-Dienstes WhatsApp und der Bild- und Video-Plattform Instagram für illegal erklärt werden. Die FTC strebt nach eigenen Angaben ein Urteil an, dass "unter anderem den Verkauf von Geschäftsbereichen, inklusive WhatsApp und Instagram, notwendig macht".

Facebook warnte, dass die Regierung die Auswirkungen eines solchen Präzedenzfalls auf die Geschäftswelt und die Nutzer außer Acht lasse. Eine ausführliche Stellungnahme werde "in Kürze" folgen. Facebook-Aktien fielen an der Wall Street um bis zu vier Prozent.

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