Darüber, ob Frauen ihrem Baby in der Öffentlichkeit die Brust geben sollen, gibt es geteilte Meinungen. Nur leider können Frauen es sich nicht immer aussuchen, wann das Baby Hunger hat. Menschen sind eben kein Uhrwerk. Ist kein Stillraum und keine Toilette in der Nähe, muss man das Kind dann eben auch in der Öffentlichkeit anlegen. Für frischgebackene Mütter kann die Suche nach einem Ort zum Stillen voll Stress und Unbehagen sein.
Die Firma Mamava in den USA hat sich diesem Problem angenommen und "Still-Kapseln" entworfen. Die Laktationskapseln sind freistehende, bewegliche Räume, in denen Mütter stillen, ihre Milchpumpe anschließen oder ein von Mamava bereitgestelltes Modell verwenden können. Diese Kapseln können in Büroräumen oder in öffentlich zugänglicheren Bereichen wie Flughäfen, Krankenhäusern, Universitäten und Sportarenen aufgestellt werden. Erhältlich sind die Boxen in drei unterschiedlichen Größen.
Mütter können über die App des Unternehmens Tausende von Stillplätzen in allen 50 Bundesstaaten finden. Mehr als 900 Mamava-Einheiten soll es in den USA und Kanada bereits geben. Die Kojen, die bei 8.800 Euro (9.500 US-Dollar) beginnen, werden auch von Arbeitgebern wie Amazon, Apple und Toyota genutzt. Laut Homepage sollen sie eine saubere, private Umgebung bieten und zugleich die Menschen draußen daran erinnern, dass stillende Mütter "unterstützt und gefeiert werden sollten, weil sie nicht nur ihren Babys, sondern auch der Gesellschaft Gutes tun."
Die Gründerinnen von Mamava, Christine Dodson und Sascha Mayer, haben nach eigener Aussage bei der Arbeit, bei Freunden, im Auto und bei Baseballspielen gestillt oder Milch abgepumpt und fanden diese Situation so entwürdigend, dass sie eine Lösung für alle Mütter finden wollten.