Branchenführer Microsoft in der Zwickmühle: Ein Gericht im US-Bundesstaat Texas hat den Verkauf des Textverarbeitungsprogrammes Word verboten. Grund ist ein Streit um Patentrechte mit einer kanadischen Softwareschmiede.
Bei dem Streit geht es um die Verwendung der Dateiformate ".xml", ".doc" und DOCM. Die kanadische Softewarefirma "XML" hat auf die Speicherformate Patent angemeldet und wirft dem Branchenprimus vor, dieses verletzt zu haben.
290 Millionen Dollar Strafe
Ein texanisches Gericht gab den Kanadiern jetzt recht. Microsoft habe zwei Monate Zeit, eine neue Version von Word auf den Markt zu bringen. In der Zwischenzeit muss der Konzern das Textverarbeitungsprogramm aus den Regalen verschwinden lassen. Zudem müssen CEO Steve Ballmer und sein Unternehmen nun 290 Millionen Dollar Strafe zahlen.
Microsoft will berufen
Microsoft hat angekündigt, gegen das Urteil berufen zu wollen. Während dieser Frist dürfte Word weiter verkauft werden. Vielleicht keine gute Idee: Die Verhandlung in Texas war bereits eine Berufungsverhandlung. Der Richterspruch aus der ersten Instanz wurde dabei nochmals verschärft.