Laura Loomer, eine in den USA bekannte Unterstützerin von Donald Trump und politische Aktivistin am rechten Rand, hat nach einer Reise in die Ukraine öffentlich ihre bisherige Pro-Kreml-Position zurückgenommen. In einem Update auf der Plattform X erklärte sie, sie sei jahrelang von russischer Propaganda beeinflusst worden.
Loomer gab an, sie habe früher aus Überzeugung gegen Hilfen für die Ukraine sowie gegen Präsident Wolodymyr Selenskyj argumentiert. Sogar extreme Vergleiche und Anschuldigungen gegen Selenskyj und die Ukraine gehörten zu ihren öffentlichen Aussagen.
Wie "Kyiv Post" berichtet, habe Loomer nun eingeräumt, sie sei in einer "medialen Echokammer" gefangen gewesen und habe Propagandameldungen aus Russland geglaubt. Nach eigenen Angaben reiste sie in die Ukraine, um sich selbst ein Bild zu machen und ihre bisherigen Ansichten zu überprüfen.
Loomer schilderte, sie habe in der Ukraine mit eigenen Augen Beweise für Kriegsverbrechen gesehen, darunter Fotos von ermordeten Priestern in Butscha und Berichte über Folter an ukrainischen Kriegsgefangenen. Sie betonte: "Ich habe erkannt, dass nicht die Ukraine oder Selenskyj die Jihadi-Apologeten sind, sondern Russland und Putin."
Von früheren Verschwörungstheorien und Behauptungen über angeblichen Nationalsozialismus in der Ukraine distanzierte sich Loomer nun deutlich. Sie wolle ihre alten Beiträge nicht löschen, sondern als Zeichen ihres Umdenkens stehen lassen.
Die russische RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan spottete über Loomers Kurswechsel und erinnerte daran, dass Loomer 2021 noch für russische Medien geschrieben hatte. Loomer entgegnete, sie habe ihre Meinung geändert, weil Russland "nichts Positives für Amerika" tue.
Bereits im Frühjahr 2026 hatte Loomer begonnen, sich von pro-russischer Rhetorik abzuwenden. Sie berief sich dabei auch auf Recherchen amerikanischer Journalistinnen, die auf russische Einflusskampagnen in den USA aufmerksam machten.