Die US-Luftstreitkräfte haben bei der Bombardierung von IS-Terrorcamps vergangene Woche in Libyen einen Komplizen des Berlin-Attentäters Anis Amri getötet. Die Luftangriffe seien eine gezielte Reaktion auf den Terroranschlag vom vergangenen Dezember gewesen, hieß es.
In den von der US-Luftwaffe bombardierten Terror-Camps hätten sich Hintermänner des Berlin-Anschlags aufgehalten. Eine oder mehrere Personen sollen sogar direkten Kontakt mit dem Attentäter Anis Amri gehabt haben, wie CNN unter Berufung auf Geheimdienstkreise berichtet.
Bei den Bombenangriffen nahe der Stadt Sirte sollen mehr als 80 Kämpfer getötet worden sein. Darunter waren nach Angaben des damaligen US-Verteidigungsministers Ashton Carter externe Planer, die Operationen in Europa vorbereitet hätten und auch mit ausgeführten Anschlägen in Europa in Verbindung gestanden haben könnten.
Amri hat am 19. Dezember vergangenen Jahres einen Sattelschlepper in den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheitplatz gelenkt und dabei zwölf Menschen getötet. Er war anschließend nach tagelanger Flucht von italienischen Polizisten in einem Vorort von Mailand erschossen worden.