Welt

US-Polizei fasst Serienmörder mit Schaufensterpuppe

Heute Redaktion
14.09.2021, 00:59

Die Polizei von Las Vegas hat einen brutalen Serienmörder gefasst. Der 30-Jährige hatte seit Anfang Jänner diesen Jahres zwei Obdachlose mit einem Hammer erschlagen. Sein Motiv soll allein der Nervenkitzel der Tat gewesen sein. Die Polizei stellte ihm eine Falle mit einer als Obdachloser getarnten Schaufensterpuppe.

Eine abscheuliche Mordserie erschütterte in den vergangenen Monaten die US-Metropole Las Vegas. Zwei Obdachlose wurden im Abstand weniger Wochen brutal mit einem Hammer erschlagen. Das erste Opfer, ein 46-Jähriger, war vom Täter im Schlaf überrascht und mit mehrere Hammerschlägen auf den Kopf ermordet worden.

Einen knappen Monat später wurde ein zweites Opfer, diesmal ein 60-jähriger Obdachloser, an der selben Stelle nahe einer Kreuzung ebenfalls mit mehrere Hammerschlägen auf den Kopf ermordet. Auch das zweite Opfer wurde im Schlaf überrascht. Zwischen den Opfern bestand keine Verbindung, daher fürchteten die Ermittler, dass es sich um einen "Thrill Killer", also einen Serientäter der wahllos Menschen als Nervenkitzel tötet, handelt.

Polizei stellte Mörder eine Falle

Die Behörden beschlossen, dem Mörder eine Falle zu stellen. Sie platzierten eine Schaufensterpuppe an jenem Ort, an dem die beiden vorherigen Morde stattgefunden hatten und wickelten sie in Decken ein, so dass sie wie eine schlafende Person wirkte. 

Tatsächlich näherte sich nach einigen Stunden eine Person, die sich zunächst gründlich umschaute. Der Verdächtige zog dann laut Polizei seinen Pulli hoch und holte einen schweren zweihändigen Hammer hervor, mit dem er anschließend "einige Male" auf die Stelle einschlug, an der er offenbar den Kopf des vermeintlichen Obdachlosen vermutete.

"Klare Tötungsabsicht"

Der 30-Jährige wurde von der Polizei festgenommen und wegen des versteckten Tragens einer Waffe angezeigt. Wegen des Mordes an den beiden Obdachlosen wurde er noch nicht angeklagt, obwohl Ermittler sagten, seine Attacke habe ganz klar "die Absicht zu töten" gehabt. So wie die Puppe platziert war, sei es unmöglich gewesen, festzustellen, dass es sich hierbei nicht um einen Menschen handle.

Der Festgenommene beteuerte seine Unschuld und sagte in seiner Einvernahme, er habe gewusst, dass es sich um eine Puppe handle, berichtet die "Washington Post". Er wurde gegen eine Kaution von 50.000 US-Dollar auf freien Fuß gesetzt.

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