US-Cop Nicholas Young wurde am Mittwoch in Washington wegen Unterstützung des IS festgenommen. Er soll versucht haben, die Kommunikation von IS-Mitgliedern zu erleichtern. Pikanterweise arbeitete er für jene Polizeieinheit, die im Metro-Netz für Sicherheit sorgen soll.
Der 36-Jährige arbeitet seit zwölf Jahren für die Metro Transit Police in Washington D.C. und lebt in Fairfax im US-Bundesstaat Virginia. Doch scheinbar führte er ein Doppelleben und versuchte, den IS zu unterstützen. Laut "ABC News" soll Young versucht haben, IS-Mitgliedern dabei zu helfen, untereinander im Geheimen zu kommunizieren. Ihm wird vorgeworfen, technische Ausrüstung gekauft zu haben, um dieses Ziel zu erreichen.
Womit der Polizist nicht gerechnet hat: Er stand nicht im Kontakt mit dem IS, sondern mit Undercover-Agenten des FBI. Young wurde bereits seit 2010 überwacht, war immer wieder in Kontakt mit verdeckten Ermittlern. Laut Behörden habe niemals eine Gefahr für das U-Bahn-Netz in Washington bestanden.
Nach Libyen gereist
Der Polizist reiste 2011 nach Libyen und versuchte zudem, ein zweites Mal ins Land zu reisen. FBI-Agenten sagte er, dass er Rebellen dabei unterstützt habe, das Gaddaffi-Regime zu besiegen.
Eine weitere Person aus Youngs Umfeld ist ebenfalls amtsbekannt. Amine El Khalifi hatte 2012 gestanden, ein Selbstmordattentat auf das US-Kapitol geplant zu haben.