Szene

US-Star muss Deutschem 1 Mio Finderlohn zahlen

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:21

Hip-Hop-Star Ryan Leslie wurde bei einem Auftritt in Berlin sein Laptop gestohlen. Daraufhin verkündete der Sänger großmäulig, dass er eine Million Dollar (771.000 Euro) Finderlohn zahlen würde, wenn ihm jemand seinen PC zurückbringt. Ein Deutscher hatte beim Gassigehen Glück und fand das gute Stück. Leslie weigerte sich zu zahlen. Nun verdonnerte ihn ein New Yorker Gericht dazu, dass Geld rauszurücken.

Leslie hatte für den edlen Computer zunächst einen Finderlohn von 20.000 Dollar ausgesetzt und schließlich auf die Million erhöht. Der Automechaniker Armin Augstein hatte die Tasche mit dem Computer nach eigenen Angaben beim Gassigehen mit seinem Hund in der Nähe von Köln entdeckt und dann bei der Polizei abgeliefert. Erst bei der Suche im Internet erfuhr er, wer Ryan Leslie ist - und von dem Finderlohn.

"Er hat nie Danke gesagt oder 'Klasse, dass Sie das gefunden haben, ich bin glücklich'", sagte Augstein der New Yorker Zeitung. "Er hat nichts getan und deshalb wollte ich auf meinen Anspruch nicht verzichten." Leslie argumentierte, dass der Computer unbrauchbar geworden sei. Doch das ließen die Geschworenen nicht gelten. Sie fragten zwar beim Richter nach, ob es wirklich eine Million sein müsse. Als der Richter aber sagte, die Entscheidung gehe nur um Million oder nichts, sprachen sie Augstein die Summe zu.

Leslie will angeblich kämpfen. Über Twitter schrieb er nur: "Glaubt nicht alles, was ihr in den Scheißnachrichten lest. Selbst wenn es unterhaltsam ist." Auf einem Konzert erneuerte er sogar das Versprechen des Finderlohns: "Die Musik ist immer noch weg. Wer sie mir zurückbringt, bekommt die Million." Augstein war am Samstag zunächst nicht zu erreichen.

APA/red.

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