US-Veteranen kehren in Irak zurück, um IS zu bekämpf...

Bild: AP/Heute.at-Montage

[US-Veteran kämpft wieder im Irak] Von 2004 bis 2008 war der US-Marineinfanterist Jamie Lane im Irak stationiert. Nun kehrte er dorthin zurück, um die kurdischen Peschmerga-Kämpfer gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zu unterstützen. Er kämpft so nicht nur gegen die Dschihadisten, sondern auch gegen seine inneren Dämonen. Immer mehr US-Veteranen folgen seinem Beispiel.

Von 2004 bis 2008 war der US-Marineinfanterist Jamie Lane im Irak stationiert. Nun kehrte er dorthin zurück, um die kurdischen Peschmerga-Kämpfer gegen die zu unterstützen. Er kämpft so nicht nur gegen die Dschihadisten, sondern auch gegen seine inneren Dämonen. Immer mehr US-Veteranen folgen seinem Beispiel.

Als US-Soldat kämpfte Lane vier Jahre lang im Irak gegen den dortigen Ableger der Terrororganisation Al-Kaida. Nun, sieben Jahre später, ist er in sein einstiges Einsatzgebiet zurückgekehrt, um gegen deren Nachfolger, die Dschihadisten des "Islamischen Staates" zu kämpfen. Er hat sich den Streitkräften der kurdischen Peschmerga in Syrien und dem Irak angeschlossen.

Er ist nicht der einzige US-Veteran, der wieder zu den Waffen greift und sich als Zivilist zurück ins Kriegsgebiet begibt. Immer mehr ehemalige Soldaten treten die Reise ins Krisengebiet an. Doch was treibt die Männer an? Viele fühlen sich auf die ein oder andere Weise verpflichtet, erzählen sie der Nachrichtenagentur AP.

Gegen äußere Feinde und innere Dämonen

Andere kämpfen mit den psychischen Altlasten ihres damaligen Einsatzes, leiden an post-traumatischem Stress. So auch Lane: "Ich habe entschieden, zu meinen Bedingungen zu kämpfen, gegen einen Feind, von dem ich weiß, dass er böse ist", erklärt er gegenüber AP. "Es ist eine Art von Erlösung".

Andere fühlen sich durch ihren Militärdienst im Irak verantwortlich und schuldig für die Zustände in der Region. Sie wollen Wiedergutmachung leisten. Sie wollen sich nicht als Helden oder Rächer verstanden wissen. "Ich bin nur ein Mann mit einer Waffe. Ich versuche, das bisschen beizutragen, was ich kann", meint der Ex-Marine Lane.

Eigentlich keine Fremden erwünscht

Eigentlich nehmen die Peschmerga keine Fremden in ihre Ränge auf. Doch die Invasion der IS-Dschihadisten brachte die kurdischen Kämpfer in Bedrängnis. Wegen des Notstands an Kämpfern und Waffen öffneten sie ihre Reihen für ausgewählte Ausländer mit militärischer Erfahrung.

Abenteurer und Idealisten, die nur auf Nervenkitzel aus sind, wollen die besonnenen Peschmerga nicht bei sich haben. Auch die US-Veteranen wissen, worauf sie sich einlassen und verabscheuen Möchtegern-Krieger: "Kreuz' nicht hier auf und schau dann blöd aus, weil du keine Anhung hast, was du tust", meint der ehemalige Soldat Matthew van Dyke in Richtung von Abenteurern.

Der "sichere Tod"

"Mit ihnen (den Kurden, Anm.) zu kämpfen bedeutet den sicheren Tod", gibt Lane zu bedenken. Die Kurden seien eine junge Streitmacht, die gegen die zahlenmäßige Übermacht des IS ankämpfe. Daher auch der Name: "Peschmerga" bedeutet soviel wie "die dem Tod ins Auge sehen". Die ehemaligen US-Soldaten akzeptieren das, einige sind bereits gestorben.

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