Klimagipfel in der Türkei

USA drohen Klimaschutz-Agentur mit Austritt

Der scheidende UN-Chef Guterres attackiert Ölkonzerne. Nun drohen die USA auch noch mit dem Austritt aus der Internationalen Energieagentur.
Technik Heute
25.09.2026, 19:06
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In seiner letzten großen Rede als UNO-Generalsekretär hat Antonio Guterres noch einmal richtig ausgeteilt: Die Ölkonzerne hätten die Erdatmosphäre jahrzehntelang als Müllabladeplatz benutzt und kräftig daran verdient, sagte der 77-jährige Portugiese zur Eröffnung der UNO-Generaldebatte in New York.

Fast eine halbe Billion Dollar hätten allein die fünf großen westlichen Ölkonzerne seit Beginn des Ukrainekriegs verdient - während ganz normale Menschen immer mehr für Energie, Lebensmittel und Versicherungen zahlen müssten.

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Die Gastgeber der nächsten UNO-Klimakonferenz (COP31) in der Türkei setzen derweil auf einen Umweg, berichtet der Spiegel: Über Elektroautos, Wärmepumpen und eine elektrifizierte Industrie soll der Klimaschutz vorangetrieben werden.

USA wollen das verhindern

Doch nicht alle sind begeistert: US-Energieminister Chris Wright drohte diese Woche mit dem Austritt der USA aus der Internationalen Energieagentur (IEA). Die USA kritisieren den Klimafokus der Agentur und wollen Öl, Gas und Kohle stärker berücksichtigt sehen.

Die IEA solle sich auf ihre Kernaufgabe konzentrieren - nicht auf Szenarien, die politisch populärer seien, forderte Wright. Es ist ein weiterer Versuch der Trump-Regierung, Energiewende und Klimaschutz als ideologisch abzutun.

Die USA haben dabei ein Druckmittel: Sie finanzieren rund ein Viertel der IEA. Experten sehen die Regierungen weltweit an einem Scheideweg zwischen fossilen Brennstoffen und erneuerbaren Energien.

tec,25.09.2026, 19:06